Doha - Der russische Leichtathletik-Verband bleibt gesperrt, die vagen Hoffnungen der Athleten auf einen WM-Start unter der Nationalflagge haben sich zerschlagen.

Das entschied das Council des Weltverbandes IAAF am Montag auf seiner Sitzung in der WM-Stadt Doha. „Es kann ganz klar gesagt werden, dass Russland die Bedingungen für eine Wiederzulassung nicht erfüllt hat“, sagte Rune Andersen, Chef des IAAF-Inspektionsteams. Auch bei der am Freitag in der Hauptstadt Katars beginnenden WM müssen die 29 nominierten Russen unter neutraler Flagge starten.

IAAF-Präsident Sebastian Coe sagte: „Das hat mich nicht überrascht. Wir hatten eine lange Diskussion im Council heute darüber.“ Die Entscheidung sei schließlich einstimmig gefallen. Sie stütze sich auch auf die Daten, die der Weltverband von der Welt-Anti-Doping- Agentur WADA bekommen habe, sagte Task-Force-Chef Andersen. „Wir haben die Fakten noch nicht, aber wir vertrauen den Informationen.“

Die IAAF ist die letzte internationale Sportorganisation, die den im November 2015 verfügten Bann Russlands noch nicht aufgehoben hat. (dpa)