Die Entscheidung der Erfurter Staatsanwaltschaft kam nicht sonderlich überraschend: Das Ermittlungsverfahren gegen Andreas Franke, der als Vertragsarzt am Olympiastützpunkt Thüringen das Blut von rund 30 Athleten mit UV-Licht bestrahlt hat, wurde eingestellt. Nach anderthalb Jahren kam die Behörde zu dem Schluss, es bestehe „kein hinreichender Tatverdacht“, eine Verurteilung sei „nicht zu erwarten“.

Dem Mediziner Franke konnte nicht nachgewiesen werden, dass er die dubiose Methode „zu Dopingzwecken“ einsetzte. Mit diesem impliziten Hinweis auf ihre Recherchen begründet die Staatsanwaltschaft wohl auch die Dauer ihrer Ermittlungen. Frankes Auskunft, er habe die Immunabwehr verbessern wollen, sei nicht zu widerlegen. Sämtliche als Zeugen befragte Athleten hätten bekundet, dass sie den Doktor „aufgrund aktueller Erkrankungen“ aufsuchten.

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