Geld ist nicht alles im Leben, aber bisweilen dient es als Gratmesser. An einem finanziellen Einsatz ist abzulesen, welche Bedeutung interessierte Gruppen einer Sache beimessen. In diesem Sinn könnte man zufrieden resümieren: Derzeit ist wieder alles einigermaßen in Ordnung im hiesigen Antidopingkampf.
Ist es aber nicht. Zwar hat das Bundesinnenministerium bei der Finanzierung der Nationalen Antidoping-Agentur (Nada) im letzten Moment das Ruder noch einmal herumgerissen, die Blamage abgewendet und damit den Betrieb für 2013 gesichert. Aber im nächsten Jahr wird es wieder heißen: Alles zurück auf Anfang. Wieder wird das Bitten und Betteln der Antidoping-Kämpfer ums Geld losgehen.

Bei der Finanzierung des Antidoping-Kampfs schiebt seit langem einer dem anderen den Schwarzen Peter zu: Der Bund den Ländern und dem Sport, der Sport dem Bund und den Ländern, die Länder dem Bund und dem Sport und alle zusammen den Sponsoren, die natürlich auch profitieren von Spitzenleistungen und sich, sagen wir, eher mäßig engagieren. Herausgekommen ist: Eine Nada, die immer wieder als bangender Bittsteller auftreten muss.

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