Es beginnt mit einem unangekündigten Besucher mit Tablet-Computer in der Sporthalle. „Sie sind jetzt im Namen der Nada für eine Urinkontrolle vorgesehen. Ich werde Sie begleiten“, wird er oder sie sagen, seinen Namen nennen, den Dienstausweis zücken. „Von jetzt an werde ich Sie immer und überall hinbegleiten, weil Sie während der gesamten Kontrolle in meinem Sichtfeld bleiben müssen“, heißt der nächste Satz.

Der Sportler muss seinen Personalausweis zeigen und ein Kontrollformular ausfüllen. Ein für Kontrolleur und Kontrollierten unangenehmer gemeinsamer Besuch auf der Toilette schließt sich an – die Urinprobe muss unter Aufsicht abgegeben werden. Der Athlet selbst füllt die gelbe Flüssigkeit anschließend in einen von ihm gewählten Satz aus A- und B-Proben-Fläschchen um, kontrolliert seine Angaben, unterschreibt. Die Fläschchen gehen auf die Reise an ein Wada-akkreditiertes Dopinganalyse-Labor.

Wie eine solche Urinkontrolle im Idealfall abläuft, dokumentiert die Nationale Antidoping-Agentur (Nada) mit einem eigenen Aufklärungsfilm.