Berlin - Skirennfahrerin Lena Dürr hat erneut ein dickes Ausrufezeichen in diesem Olympia-Winter gesetzt. Einen Tag nach ihrem dritten Platz fuhr die Münchnerin auch beim zweiten Slalom im finnischen Levi auf das Podest. „Ich brauche noch ein bisschen, um das zu realisieren“, sagte die 30 Jahre alte Dürr nach dem Rennen in der ARD. Es mache gerade einfach nur Spaß. „Es ist Genussskifahren“, schwärmte Dürr.

Die Sportlerin vom SV Germering musste sich wie schon am Sonnabend nur den beiden Top-Stars der Szene geschlagen geben. Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova aus der Slowakei holte sich ihren vierten Levi-Erfolg in Serie und verwies ihre große Konkurrentin Mikaela Shiffrin aus den USA auf Platz zwei.

Dürr hatte bereits 2013 beim Parallel-Slalom in Moskau einen Weltcup-Sieg gefeiert. Doch das Doppel-Podium in Levi sei noch mal ein besseres Gefühl. „Es ist einfach Wahnsinn. Auf dem Podest lässt es sich aushalten“, sagte die strahlende Alpinfahrerin.

Youngster Emma Aicher hatte nach gutem ersten Durchgang die Olympia-Qualifikation schon vor Augen – fiel aufgrund kleiner Fahrfehler jedoch auf Rang 23 zurück. „Ich bin ein bisschen enttäuscht“, sagte die erst 18-Jährige nach ihrem zweiten Start im Slalom-Weltcup. Insgesamt sei sie mit ihrer Leistung vom Wochenende und Platz 14 am Samstag jedoch zufrieden. In Andrea Filser (18.) und Jessica Hilzinger (22.) fuhren zwei weitere deutsche Starterinnen in die Punkteränge. Marlene Schmotz verpasste den Finaldurchgang der besten 30.