Bochum - Ohne jeden Zweifel wäre das gute alte Ruhrstadion am Sonntagnachmittag ein großartiger Ort gewesen für Union Berlin, um den letzten Schritt in Richtung Bundesliga machen. Es schüttete, der Geruch von Bier und Zigarettenrauch lag in der feuchten Frühlingsluft, Bochum bot eine Bilderbuchkulisse für Fußballromantiker – als solche betrachten die Anhänger von Union Berlin sich bekanntlich. Sogar der SC Paderborn spielte mit und verlor mit 1:3 in Dresden, mit einem Sieg in dieser finalen Partie gegen ein Team, für das es um nichts mehr ging, hätte die Köpenicker sich in einen Bundesligaverein verwandelt. Doch die Mannschaft von Trainer Urs Fischer spielte nach einer dramatischen Schlussphase nur 2:2 (0:1) und muss nun auf die Relegation gegen den VfB Stuttgart hoffen.

Dort können sie ihr „Gib niemals auf und Glaub an Dich“-Banner inklusive gereckter übermenschlicher Faust dann noch einmal aufhängen, das zum Anpfiff die eine Stirnseite des Stadions zierte. Die Fans wirkten an diesem Tag imposanter als ihre Mannschaft, und als Herbert Grönemeyers Bochum-Hymne verklungen war, konnte die rote Menschenmasse auch akustisch locker mit den Bochumern mithalten. Denn natürlich waren die Gäste aus der Hauptstadt aktiver als die Anhänger des VfL, für die es nur noch um ein vergleichsweise bescheidenes Ziel ging: einen fröhlichen Saisonabschluss. Und natürlich um die Umsetzung des Plans, die Berliner Feierlichkeiten zu stören.

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