Es war sicherlich nicht die beste Möglichkeit dieses Nachmittags. Die Eisbären hatten vorher durchaus bessere Chancen als diesen Schuss von James Sheppard. Unter freundlicher Mithilfe von Gäste-Torwart Sebastian Vogl trudelte der Puck nach einem eher ungefährlichen Schuss aber zum 2:1 ins Tor und ebnete den Weg zum 5:2-Heimsieg gegen die Straubing Tigers, die zuvor nur ein Spiel verloren hatten.

Am Freitagabend hatten die Eisbären zum ersten Mal auswärts gewonnen (2:1 in Augsburg), nun wollten sie erstmals in dieser Saison einen zweiten Sieg in Folge landen. Dementsprechend engagiert gingen die Gastgeber gegen den Tabellenzweiten zu Werke. Bei der Vielzahl der Torschüsse war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis der erste Treffer fallen würde. Nach gut fünf Minuten war es Verteidiger Ryan McKiernan mit seinem ersten Saisontor, der die Eisbären mit 1:0 in Führung bringen sollte. Ein Treffer, der die Berliner zu beflügeln schien. Allerdings rächten sich die zahlreichen vergebenen Chancen. Nach einem Fehler von Kai Wissmann tauchte Mitchell Heard frei vor Sebastian Dahm auf und ließ dem Torhüter der Eisbären keine Abwehrchance.

Aubry weckt Kollegen auf

Dass die Berliner an diesem Gegentreffer zu knabbern hatten, war dem Spiel in der Folge deutlich anzusehen. Im Aufbau schlichen sich immer wieder Abspielfehler ein, im Überzahlspiel gelang dem Team kein vernünftiger Angriff. Dass das Powerplay noch nicht die Stärke in dieser Saison ist, offenbarte sich in zahlreichen Situationen. „Wir spielen offensiv ganz gut und haben auch gute Chancen. Wir müssen sie aber auch nutzen“, sagte Louis-Marc Aubry nach zwei Dritteln. Dieser Weckruf kam an.

Nach nicht einmal vier Minuten des zweiten Drittels wurde dieser Wunsch dann gleich doppelt erfüllt. Durch Sheppards durchaus haltbaren Schuss (43.) und den Powerplay-Treffer von Maxim Lapierre (44.). Der Weg zum dritten Heimsieg im dritten Heimspiel war geebnet. Die weiteren Treffer vor 11 321 Zuschauern erzielten Louis-Marc Aubry (4:1) und Mark Olver (5:2). Das zwischenzeitliche 4:2 für die Gäste durch Stefan Loibl war da längst vergessen.