Berlin - Eine harte Strafe, ein starkes Signal: Der Erfurter Sportmediziner Mark S. ist vom Landgericht München zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Seinen Beruf darf er drei Jahre lang nicht ausüben. Der 42-Jährige wurde für schuldig befunden, Athleten gedopt zu haben. Sportwelt und Sportpolitik feiern den Richterspruch als Meilenstein im Kampf gegen Hochleistungsbetrug.

Es handelt sich ja tatsächlich auch um die erste große Bewährungsprobe nach Einführung des deutschen Antidoping-Gesetzes im Jahr 2015. Allerdings verdeutlicht diese Zeitspanne auch ein Problem. Seither gab es hierzulande kaum weitere nennenswerte Verdachtsfälle und eben auch keine großen Urteile. Das Antidoping-Gesetz gibt dem Staat zwar die segensreiche Möglichkeit, Doper und ihre Hintermänner mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verfolgen. Doch gilt wie bei jeder anderen Form von Kriminalität: Wo kein Kläger, da kein Richter.

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