Faszinierender Kampf, knapper Sieg: Im Berliner Duell gewinnt Jack Culcay (r.) gegen Abass Baraou.
Foto: dpa/Andreas Gora

Berlin - Der Druck ist groß, wenn ein Unternehmer ins Risiko geht. Aber manchmal lohnt es sich. Das ist am späten Freitagabend für den Berliner Chef des Agon-Boxstalls Ingo Volckmann der Fall gewesen. Aber bis zuletzt wusste er nicht, ob es gereicht hatte für seinen Boxer. Denn es war knapp, sehr knapp, bei diesem mitreißenden Boxspektakel zwischen Jack Culcay und Abass Baraou in den Berliner Havelstudios am Ufer des Stößensees: eine geteilte Punktrichter-Entscheidung (116:113, 114:115, 113:115). 

Wen würde der Ringrichter als Sieger ausrufen? Es durften wegen der Hygienevorschriften nur 140 Zuschauer in die Berliner Havelstudios kommen, aber sie waren fasziniert und laut wie 1400, jetzt aber vor Spannung ganz leise: „Jack, Golden Jack, Culcaaaaaay“, schallte es aus den Boxen. Culcay hob erleichtert beide Fäuste. Abass Baraou dagegen wirkte nach seiner ersten Profi-Niederlage im 10. Kampf unnahbar, als habe er einen schwarzen Vorhang vor sein Gesicht gezogen. „Ich hab eine super Leistung gezeigt. Ich fühl mich nicht besiegt, aber ich hab trotzdem verloren“, sagte Baraou.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.