Einfach keine Konstanz: Eisbären Berlin unterliegen auch in Straubing

Auf den Erfolg gegen Bremerhaven lässt der deutsche Meister eine Niederlage folgen. Durch den Deutschland-Cup gibt es zumindest eine willkommene Pause.

Travis St. Denis (Blau) jubelt, Torwart Tobias Ancicka (l.) ist geschlagen: Die Eisbären Berlin gehen mit einer 3:6-Niederlage in die Deutschland-Cup-Pause.
Travis St. Denis (Blau) jubelt, Torwart Tobias Ancicka (l.) ist geschlagen: Die Eisbären Berlin gehen mit einer 3:6-Niederlage in die Deutschland-Cup-Pause.Imago/Eibner

Zu einem besseren Zeitpunkt könnte die Pause nicht kommen. Auf einen vermeintlichen Lichtblick in den Spielen zuvor ließen die Eisbären Berlin am Sonntag eine Niederlage folgen. Mit einem deutlichen 3:6 (2:4, 1:0, 0:2) in Straubing verabschiedeten sich die Berliner in die vom Deutschland-Cup verursachte Zwangspause.

Und das auf Anfangs spektakuläre Art und Weise. Sechs Tore in Spielen mit Beteiligung der Eisbären hatte es in dieser Saison schon einige gegeben. Sechs Tore in einem Drittel aber sind ein Alleinstellungsmerkmal in dieser aus Eisbären-Sicht durchwachsenen DEL-Spielzeit. Sechs Tore, die den neutralen Zuschauer am Sonntagnachmittag gut unterhielten, den Fan der Eisbären aber wieder einmal ein Wellenbad der Gefühle durchlaufen ließen. Dabei hatte ihre Mannschaft doch einen perfekten Start hingelegt: In Überzahl erzielte Alexandre Grenier für die druckvollen Berliner bereits in der dritten Minute die Führung. Es war bereits der vierte Treffer für die Nachverpflichtung des deutschen Meisters.

Statt Spielkontrolle aber gab es den Kontrollverlust. Keine zwei Minuten hielt das 1:0, da erzielte Travis St. Denis zunächst den Ausgleich, 89 Sekunden später lagen die Berliner nach einem Tor von Michael Connolly in Rückstand. Wer sich weitere zwei Minuten über Leo Pföderls erstes Saisontor zum 2:2 freute, schüttelte 118 Sekunden später abermals den Kopf: Connolly traf in Überzahl zum 3:2. Nach neuneinhalb aufregenden Minuten kehrte zwar beidseitig etwas Ruhe ein, das erste Drittel aber hielt noch einen Treffer bereit. Wieder einmal waren die Eisbären in Unterzahl, wieder einmal traf St. Denis und brachte die Gastgeber mit 4:2 in Front (19.).

Weniger spektakulär, dafür aber kontrollierter und erfolgreicher verliefen da aus Eisbären-Sicht die zweiten 20 Minuten. Ein weiteres Unterzahl-Spiel wurde diesmal ohne Gegentreffer überstanden und aus einer eigenen Überzahl durch den ersten Saisontreffer von Frank Hördler der 3:4-Anschluss erzielt (37.). Wie schon beim 4:3-Sieg am Freitagabend gegen Bremerhaven wollten die Eisbären im Schlussdrittel einen Ein-Tor-Rückstand noch drehen, gerieten aber durch den dritten Treffer von St. Denis mit 3:5 in Rückstand (44.). Und als Luke Adam zehn Minuten vor dem Ende im Powerplay für Straubing auf 6:3 erhöhte, waren alle Hoffnungen der Eisbären zerstört.