Trainer Christian Streich liegt am Boden.
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Frankfurt/M.Nach seinem Bodycheck gegen Freiburgs Trainer Christian Streich (54) droht Eintracht Frankfurts Kapitän David Abraham eine harte Strafe durch den DFB. Der 33-Jährige hatte den Coach in der Nachspielzeit der Bundesliga-Partie an der Seitenlinie aus vollem Lauf umgerannt und so für Tumulte unter den Spielern gesorgt. Abraham sah genauso wie Freiburgs Vincenzo Grifo, der den Übeltäter anschließend am Kiefer packte, die rote Karte.

Er ist halt ein junger Büffel.

Christian Streich

Der DFB-Kontrollausschuss stellte am Sonntag die Strafanträge. Dass der Innenverteidiger mit einer langen Sperre zu rechnen hat, zeigen ähnliche Fälle aus der Vergangenheit. So musste Hertha-Stürmer Axel Kruse nach einem Schubser gegen den Schiedsrichter 1993 für zehn Wochen zuschauen. Paolo Guerrero wurde während seiner Zeit beim HSV für einen ähnlichen Ausraster gegen Stuttgarts Sven Ullreich acht Wochen gesperrt. Den damaligen Duisburg-Trainer Norbert Meier zogen die DFB-Richter für seinen Kopfstoß gegen Albert Streit vom 1. FC Köln 2005 sogar drei Monate aus dem Verkehr. Den Rekord hält Levan Kobiashvili, der 2012 als Hertha-Profi für einen Faustschlag gegen den Schiedsrichter sieben Monate gesperrt wurde.

Christian Streich hatte dem Spieler bereits kurz nach Abpfiff verziehen. „Er ist ein sehr emotionaler Typ und da sind ihm halt die Sicherungen durchgebrannt. Er ist halt ein junger Büffel“, sagte er dem TV-Sender Sky. „Er ist zu mir gekommen, hat sich entschuldigt. Ich habe gesagt: David, alles okay.“