Rune Jarstein, Tor:

Leuchtete hell wie die Sonne in seinem knallgelben Arbeitskittel. Hat also vielleicht Dario Lezcano Farina ein wenig geblendet, als der Ingolstädter Stürmer plötzlich frei vor ihm zum Schuss kam, aber nur das Zentralgestirn traf, den Kopf. Strahlte auch mit allen anderen Körperteilen wieder seine Rune-Ruhe aus. Nur ein Mal misslang ihm ein Abschlag, flog steil in den Himmel. Wollte vielleicht kurz die Sonne grüßen.

Peter Pekarik, Rechtsverteidiger:

Spielte wieder, wie der Rechtsverteidiger Peter Pekarik immer spielt. In der eigenen Hälfte mutig und zweikampfstark, nach Überquerung der Mittellinie eher ängstlich und steilpassschwach. Reichte wieder. Wird Zeit, ein eigenes Verb für diesen Spielstil zu entwickeln: pekarisieren passt ganz gut, klingt nämlich wie das Gegenteil von prickeln.

John Brooks, Innenverteidiger:

Erlebte eine eher ruhige erste Halbzeit, ohne eigene Fehler zu begehen und ohne fremde ausbessern zu müssen. Köpfte hier mal einen Ball weit weg, schlug mal da einen noch weiter. Als Ingolstadt in der zweiten Halbzeit Herthas Strafraum belagerte, hatte er noch genug Vorräte um durchzuhalten.

Marvin Plattenhardt, Linksverteidiger

Wurde vom Stadionmagazin Schanzer Bladdl als Mr. Zuverlässig bezeichnet. Musste darüber lachen. So wie die Schanzer über ihn lachten, als er es als Erster überhaupt an diesem Tag mit einem Torschuss probierte. Blieb danach zuverlässig bei seinen Defensivaktionen. Niemand lachte.

Sebastian Langkamp: Innenverteidiger

Stand erst mal immer richtig und auch in der Luft hoch genug. Kurz vor der Pause stand es trotz seines Stellungsfehlers immer noch 1:0 für Hertha. Verteidigte danach trotz Belagerung wieder standesgemäß sicher.

+++ So schlugen sich Niklas Stark, Mitchell Weiser und Vladimir Darida auf dem Platz +++