Rune Jarstein, Torwart

So vielbeschäftig war er selten in seiner Karriere. 16 Schüsse wurden auf ihn abgefeuert, die meisten konnte er abwehren. Doch verhielt es sich mit den vereitelten Chancen wie mit Blechbüchsen - seit Einführung des Dosenpfands wird aus jeder eine Neue. So war das gegen das Team vom österreichischen Energy- und Dosenfabrikanten Dietrich Mateschitz auch mit den parierten Tormöglichkeiten. Sie kehrten umgehend zurück, als Eckbälle (neun!) etwa. Da war der gute Torwart dann auch irgendwann machtlos.

Mitchell Weiser, Rechtsverteidiger

Zehn Minuten der beste Mann auf dem Platz – als Retter im Strafraum und fixer Umschalter. Im Zweikampf brach dann allerdings seine alte Oberschenkelverletzung wieder auf. Der Muskel wird jetzt auf Wiederverwertbarkeit getestet.

Jens Hegeler, Innenverteidiger

Nach neun Partien ohne Einsatz und insgesamt nur 28 gespielten Minuten in dieser Saison waren bereits Zweifel an seiner Verwertbarkeit im Hertha-Kader entstanden. Zerstreute diese bei seinem ersten Startelfeinsatz jedoch zumindest über weite Strecken als beherzter Zweikämpfer. Beim vorentscheidenden 0:1 ließ er aber die nötige Aggressivität vermissen, um Passgeber Keita zu stören. An das Leistungsvermögen von Langkamp und Brooks reicht er dann doch nicht heran.

Fabian Lustenberger, Innenverteidiger

Offenbarte sich als Freund des Chancenpfands. Was der Automat für den Fehlpass in der 13. Minute mitten rein in die Angriffsformation ausspuckte? War leider nicht herauszufinden. Richtig lukrativ scheint der Betrag aber nicht gewesen zu sein, denn er begnügte sich mit dieser einen Chancenneuerschaffung für RB und stellte das Sammeln ein. Die Zweikampfwerte allerdings war ebenfalls nicht viel wert.