Jakob Busk, Torwart:

War mit 7 Jahren im besten Grundschulalter, als sein heutiger Verein 2001 auf Hannover 96 traf. Es war das erste Zweitligaspiel überhaupt von Union. Und während der dänische Bub heranwuchs, arbeitete sich der Klub erst ein bisschen nach oben, dann ziemlich fix wieder ziemlich weit nach unten. Viel passiert ist in der Vereinshistorie in den 15 Jahren. Weil er gegen Bakalorz und Sobiech in Hälfte zwei gut parierte, könnte es passieren, dass er eines Tages das erste Spiel überhaupt von Union in der Ersten Liga live miterlebt.  

Christopher Trimmel, Rechtsverteidiger:

Hat bereits Erstligaerfahrung, allerdings nur in Österreich. Ist nicht ganz so schnell wie die Gegenspieler Albornoz und Karaman, weshalb er dem einen öfters mal am Trikot zupfen und dem anderen den Ball vom Fuß grätschen musste. Zweites war fair. Den Rest löste er mit gutem Stellungsspiel. War zudem schnell genug, um die Mitspieler mal mit hohen, mal mit flachen Flanken in Szene zu setzen. Am effektivsten, wenn auch nicht am schönsten, vor dem 1:0.

Toni Leistner, Innenverteidiger:

Hat seit einer Woche zumindest Eheerfahrung, was schon etwas heißen will. Dass die Ehe erstklassig ist, ist ihm, seiner Frau und dem bald erwarteten Kind zu wünschen. Auf dem Feld hinterließ er jedenfalls den gleichen erwachsen-abgeklärten Eindruck wie zuletzt so oft. 70 Prozent gewonnene Zweikämpfe waren Tagesbestwert.

Roberto Puncec, Innenverteidiger:

Ihm wurde im Laufduell mit Sobiech deutlich aufgezeigt, dass zur Erstligareife noch etwas fehlt. Kommt wohl auch deshalb in dieser Saison nur selten zum Einsatz. Bei seinem zweiten Startelfeinsatz zeigte er aber, dass er in der Zweiten Liga durchaus ein Guter ist.  

Michael Parensen, Linksverteidiger:

Weil Pedersen nach der Gelb-Roten-Karte aus Nürnberg gesperrt war, kam er nach fünf Kurzeinsätzen zu seinem ersten Startelfauftritt in dieser Saison. Und zwar nicht im defensiven Mittelfeld, wo ihn der Trainer eigentlich sieht als Backup für Fürstner, sondern eben auf links, wo er schon seit Jahren mehr als nur aushilft. Dass er die konzentrierte Abwehrarbeit kann – ein alter Hut. Bitter, dass er nach einer Stunde verletzt vom Feld getragen werden musste. Der linke Fuß verweigerte nach einem Pressschlag den weiteren Dienst. Der Trainer gab nach Schlusspfiff vorsichtig Entwarnung: „Hoffentlich ist es nur eine Prellung“. Laut Arzt ist nichts gebrochen.“