Der ehemalige Eisbären-Stürmer Daniel Fischbuch erzielt drei Tore. 
Foto: Mathias Renner/City-Press

Nürnberg - Als Kai Wissmann nach zwei Dritteln   zum Kurzinterview gebeten wurde, hatte er einen denkbar einfachen Plan, um einen 0:3-Rückstand der Eisbären in Nürnberg nach Toren von Daniel Fischbuch, Eugen Alanov und Andreas Eder noch aufzuholen. „Wir müssen einfach weitermachen, wir haben viele Chancen.“   Das klang wie eine Durchhalteparole. Aber in der Tat spielten die Berliner teils gefällig, ließen nur beste Torgelegenheiten ungenutzt.

Und siehe da, in der sechsten Minute des Schlussdrittels traf PC Labrie zum 1:3 im Powerplay (46.). Damit markierten die Eisbären im vierten Spiel in Serie einen Treffer im sonst durchwachsenen Überzahlspiel. Ein wichtiger Fortschritt kurz vor der K.-o.-Runde. Denn bekanntlich werden in den Play-offs noch mehr Spiele als sonst durch die Special Teams entschieden. Und selbst der zweite Treffer von Daniel Fischbuch zum zwischenzeitlichen 4:1 (49.) für die Gastgeber war noch längst nicht die Entscheidung.

Landon Ferraro trifft doppelt für die Eisbären

Landon Ferraro ist bekennender Nürnberg-Liebhaber. Wie schon in seinem ersten Heimspiel für die Eisbären schnürte er wieder einen Doppelpack gegen die Franken (53./56.) und sorgte für eine dramatische Schlussphase. Allerdings war der ehemalige EHC-Stürmer Fischbuch noch erfolgreicher und setzte mit dem ersten Pflichtspiel-Hattrick seiner Karriere den Schlusspunkt zum 5:3 (59.) ins leere Eisbärentor.

Nach zuvor fünf Erfolgen am Stück riss somit die Siegesserie der Eisbären.   Was zunächst keine größeren Auswirkungen hat. Das Heimrecht in den Play-offs dürfte nicht mehr ernsthaft in Gefahr sein. Allerdings blieb die Chance ungenutzt, noch mal den Druck auf Straubing und Mannheim   zu erhöhen.