Der offizielle Abschied von Hartmut Nickel in den Ruhestand im September 2016 war ergreifend, das Licht in der Arena am Ostbahnhof gedimmt. Die Spieler der Eisbären Berlin standen aufgereiht an der Blauen Linie. Die Fans hatten eine Choreografie mit roten und weißen Pappen vorbereitet, in der Mitte der Kurve rollten sie die Fahne des SC Dynamo aus. Als die Eisbären-Legende von Maskottchen Bully im Scheinwerferlicht übers Eis begleitet wurde, schallte es: „Dynamo, Dynamo.“ Ehre, wem Ehre gebührt.

Nickel war 1963 als Spieler zum SC Dynamo gekommen, zuletzt ist er Assistenztrainer gewesen. „Haartmut Nickel“, sangen die Fans, „Du bist der beste Mann.“ Dann ergriff sogar einer das Mikrofon, der große Auftritte sonst lieber meidet, Münchens Trainer Don Jackson, der in seiner Berliner Zeit als Cheftrainer mit Nickel als Assistent fünf Meistertitel nach Berlin geholt hatte. „Es war mir eine große Ehre, mit dir arbeiten zu dürfen“, sagte Jackson. „Menschen wie dich gibt es heute nicht mehr viele im Profisport.“

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