Berlin - Mit einem Feuerwerk begann das Spiel zwischen den Eisbären und der Düsseldorfer EG. Um auf die Aktion „Pink in the Rink“ aufmerksam zu machen, mit der die Berliner diesmal im Februar statt wie sonst üblich im Herbst ein Zeichen im Kampf gegen Krebs setzen, und als Dank für das medizinische Personal in der Stadt und anderswo flackerte die Pyrotechnik in der Arena am Ostbahnhof, die in dieser Saison einer uneinnehmbaren Festung gleicht. Auch im siebten Heimspiel ging der EHC als Sieger vom Eis, diesmal mit 4:2 (1:1, 1:0, 2:1) und festigte Platz zwei der DEL-Nordgruppe.

Die feurige Vorlage konnten die beiden Mannschaften auf dem Eis allerdings nicht fortsetzen. Im Duell der Verfolger des Nord-Tabellenführers Fischtown Pinguins konzentrierten sich beide Teams zunächst mal auf die Absicherung. Sehenswerte Aktionen und großartige Chancen bildeten zunächst mal eher die Ausnahme. Weil die Eisbären seit dieser Saison mit Kris Foucault allerdings einen Stürmer in ihren Reihen haben, der jeden kleinen Fehler des Gegners auszunutzen weiß, stand es nach gut neun Minuten 1:0 für die Hausherren.

Allerdings ziehen sich auch zahlreiche Undiszipliniertheiten durch diese EHC-Saison. Ganz dramatisch auf fremdem Eis, aber nachdem die Eisbären ihre dritte Strafe absaßen, erzielte Nicholas Jensen in der letzten Sekunde des Düsseldorfer Powerplays den Ausgleich (16.). Der erste Schuss war noch knapp am Tor vorbeigegangen, aber den Rebound legte der Däne am Berliner Schlussmann Mathias Niederberger vorbei. „Wenn wir ständig in Unterzahl spielen, wird es schwierig für uns“, sagte Jonas Müller im Pausen-Kurzinterview.

Pföderl trifft im 7. Spiel hintereinander

Im zweiten Drittel nahmen sich die Eisbären das zu Herzen, nur einmal öffnete sich nun die Tür zur Strafbank. Und zur Hälfte des Spiels entwickelte das in Pink gekleidete Heimteam eine optische Überlegenheit. Und die in dieser Saison neu zusammengestellte Paradereihe sorgte für die erneute Führung nach einem Bilderbuch-Angriff. Lukas Reichel wartete den richtigen Moment rechts vor dem Tor ab und legte zum mitgelaufenen Marcel Noebels rüber. Den Rückpass verwandelte Leo Pföderl, der nun in sieben Spielen hintereinander traf.

Je länger das Spiel dauerte, umso mehr fanden die Eisbären zu dem druckvollen Spiel, das sie in dieser Saison in heimischer Halle auszeichnet. Und so war die logische Folge, dass Foucault mit seinem zweiten Tor des Abends auf 3:1 (45.) erhöhte und im internen Torjägerduell mit Pföderl gleichzog. Beide waren nach 13 Spielen zehnmal erfolgreich. Dennoch blieb es spannend bis zum Schluss. Nachdem Matt Carey noch mal auf 3:2 verkürzt hatte (53.), erhöhte sich der Druck auf Niederberger. Doch 70 Sekunden vor der Schlussirene sorgte Matt White für die Entscheidung zum 4:2 ins leere Tor.