Berlin - Dieser Tage ist es nicht eine Frage von Stunden, sondern von Tagen, wann ein frisch verpflichteter Spieler erstmals das Trikot des neuen Vereins überstreifen darf. Quarantäne, umfassende medizinische Untersuchungen, regelmäßige Corona-Tests sind das Standardprozedere, dem sich auch Simon Després stellen musste. Nachdem die Eisbären am vergangenen Sonntag seinen Transfer verkündet hatten, der Kanadier unter der Woche erstmals mit den Kollegen trainierte, wird er am Montag beim Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg (20.30 Uhr, Magentasport) nun sein Debüt geben.

„Er hat eine ganze Weile nicht gespielt, aber auf dem Eis einen guten Eindruck gemacht“, sagte Coach Serge Aubin über den wuchtigen Verteidiger (1,93 Meter/99 Kilo), 29, der in der vergangenen Saison beim schwedischen Verein IK Oskarshamn unter Vertrag stand. „Er ist ein Spieler, der seine Erfahrung und Größe einbringt. Wir sind froh, dass wir ihn haben“, so Aubin weiter. 222 Partien bestritt der Verteidiger einst in der nordamerikanischen Profiliga NHL.

Giovanni Fiore fehlt den Eisbären auch

„Ich bin persönlich sehr aufgeregt und freue mich, Teil dieser Organisation zu sein“, sagte Després, „es ist cool, wieder zurück in Action zu sein.“ Und er deutete an, „wohl nicht allzu offensiv aufzutreten“, was wohl auch dem kommenden Gegner geschuldet ist. Denn gegen die Niedersachsen konnten die Eisbären bislang in drei Spielen nur zwei Punkte gewinnen. „Die sind sehr aggressiv und spielen kompakt vor dem Tor“, sagt Després’ Verteidiger-Kollege Jonas Müller. Eine solche Spielanlage empfiehlt er auch der eigenen Mannschaft.

Im Angriff müssen die Berliner am Montag neben den lange Verletzten Mark Zengerle (Syndesmoseband-Anriss) und Pierre-Cédric Labrie (Leistenprobleme) nun definitiv auch Giovanni Fiore ersetzen, der sich am Freitag bei der 3:5-Niederlage in Bremerhaven verletzt hatte. Für den Kanadier rückt der 20 Jahre alte Nino Kinder wieder ins Team, der in den vergangenen Wochen bei den Lausitzer Füchsen in der DEL 2 gespielt hatte. „Unsere jungen Spieler bekommen jetzt die Gelegenheit, zu zeigen, was sie draufhaben“, sagt Aubin.