BerlinDie Eisbären haben sich noch mal verstärkt. Der kanadische Stürmer Giovanni Fiore, 24, soll bereits am Sonnabend beim Duell gegen den EHC Red Bull München (17 Uhr) im MagentaSport Cup sein Debüt für die Berliner feiern.

„Giovanni Fiore ist ein Goalgetter und eine sehr gute Verstärkung für uns. In seinem letzten Juniorenjahr hat er über 50 Tore geschossen, in seiner ersten AHL-Saison fast 20 Treffer erzielt. Über unsere Kooperation mit den LA Kings hatten wir so die Möglichkeit, einen Spieler zu verpflichten, der in dieser Spielzeit normalerweise für Ontario in der AHL gespielt hätte“, erklärt Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer. In der Saison 2017/2018 bestritt er ein Spiel in der NHL für die Anaheim Ducks.

Am Freitag wird Fiore zum ersten Mal gemeinsam mit den neuen Kollegen trainieren. Nachdem am vergangenen Donnerstag die Partie im MagentaSport Cup gegen die Adler Mannheim auf den kommenden Dienstag verschoben musste, weil einige Profis positiv auf Covid-19 getestet worden waren, bittet Trainer Serge Aubin zu ersten Eiseinheit nach der Zwangspause, um zumindest Kleinigkeiten vor dem Spiel gegen München einstudieren zu können.

Pendelverkehr zwischen Berlin und der Lausitz

Welche Spieler genau und wie viele überhaupt im Team an Covid-19 erkrankt sind, darüber gab er keine Auskunft. Die gute Nachricht aber lautet: Den Betroffenen geht es gut, sie zeigen keine Symptome. Und weil die letzten Tests beim Rest der Mannschaft negativ ausgefallen sind, steht einer Rückkehr aufs Eis nichts im Wege.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie sich der Austausch von Spielern zwischen den Bären und den Lausitzer Füchsen, dem Partnerteam aus der DEL, organisieren lässt. Ein Großteil der Mannschaft aus Weißwasser wurde positiv getestet. Was unter anderem dazu führte, dass auch die EHC-Leihgaben Thomas Reichel, 21, Eric Mik, 20, Fabian Dietz, 22, sowie Keeper Tobias Ancicka, 19, vergangene Woche bereits in Quarantäne mussten. Ancicka verpasst dadurch sogar die U20-WM.

Natürlich erhöht der Pendelverkehr zwischen Berlin und der Lausitz die Risiken, sich zu infizieren. Lee sagt deshalb: „Wir müssen das richtig gut organisieren.“ Dennoch sieht er schon erhebliche Fortschritte im Umgang mit Corona im Laufe dieses Jahres. „Es ist wichtig zu sehen, dass bei positiven Fällen nicht immer gleich die ganze Mannschaft in Quarantäne muss.“ Zumindest was die Eisbären angeht.

Aber dieser Fall gibt einen kleinen Vorgeschmack auf das, was der Deutschen Eishockey Liga (DEL) blühen könnte, wenn es ab dem 17. Dezember wieder um die Meisterschaft geht.