Berlin - Drei Monate ist es jetzt her, dass die Eisbären Titel Nummer acht in die Hauptstadt holten. Doch weil die Party mit den Fans bekanntlich ausbleiben musste, gibt es noch jede Menge nachzuholen. Da kam es gerade recht, dass beim ersten Training der neuen Saison am Donnerstagabend 1000 Besucher im Wellblechpalast dabei sein durften. Die während und noch lange nach der Einheit ohrenbetäubend Stimmung machten.

Eisbären starten in drei Wochen in die Champions Hockey League

Den EHC-Profis ging dieser Empfang richtig nahe, insbesondere Torwart Mathias Niederberger, 28, wirkte regelrecht berauscht von der besonderen Unterstützung, die er im ersten Jahr nach seinem Comeback wie die Kollegen so schmerzlich vermisst hat. „Die haben so eine gute Stimmung gemacht, das war fast, als wäre es ein Spiel gewesen. Das war wunderbar.“ Bei der abschließenden Ehrenrunde strahlte er über das ganze Gesicht und hämmerte seinen Schläger lustvoll gegen das Plexiglas. Niederberger weiter: „Das hatten wir jetzt so lange nicht mehr.“ Trainer Serge Aubin ergänzte. „Das fühlte sich fast normal an.“

Auch die ersten Eindrücke auf dem Eis mit den fünf neuen Stammkräften Nicholas Jensen, Morgan Ellis, Yannick Veilleux, Manuel Wiederer und Kevin Clark stimmten den Nationalmannschaftstorwart positiv. „Ich finde, wir haben uns noch mal verstärkt und echt gute Jungs dazubekommen.“ Bereits in drei Wochen, am 27. August, ist die Mannschaft von Trainer Serge Aubin in der Champions Hockey League (CHL) gegen das finnische Team Tappara Tampere gefordert.

Auftritt beim Dolomiten-Cup

Entsprechend schnell muss Aubin eine funktionierende Einheit formen. „Es ist noch sehr früh in der Saison, es wird sehr viel ausprobiert. Der Trainer wird sich schon etwas einfallen lassen“, sagte Stürmer Marcel Noebels. Schon am kommenden Wochenende dürfte es erste Hinweise diesbezüglich geben. Dann bestreiten die Eisbären beim Dolomiten-Cup in der Südtiroler Ortschaft Neumarkt ihr erstes Testspiel gegen den schweizerischen Erstligisten EHC Biel-Bienne.