Puck im Tor von Markus Keller: Steffen Tölzer und Eisbär Landon Ferraro schauen der Scheibe hinterher.
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BerlinIm Städteduell hatten die Fußballer am frühen Sonntagabend vorgelegt. Nicht nur mit dem Sieg des FC Augsburg gegen Hertha BSC, sondern auch mit der Höhe von 4:0. Diese Partie war gerade vorbei, da schickten sich die Eisbären Berlin mit dem Führungstreffer gegen die Augsburger Panther in der heimischen Arena am Ostbahnhof an, für den Ausgleich im Vergleich der beiden Städte zu sorgen. Es dauerte allerdings bis 130 Sekunden vor dem Ende bis die Eishockeyspieler mit dem 4:0 auch das Torverhältnis ausgeglichen hatten.

Was am Ende eine deutliche Angelegenheit für die Eisbären war, musste sich aber erst einmal erarbeitet werden. Die Berliner waren gerade nach dem 3:7 in Mannheim gerade in der Anfangsphase um Sicherheit im eigenen Spiel bemüht. Offensivbestrebungen waren auf beiden Seiten deshalb auch nur in Ansätzen zu erkennen, Torschüsse waren Mangelware. Den ersten groben Fehler leisteten sich die Gäste. Bei Puckbesitz im eigenen Drittel wechselten die Augsburger, verloren aber auch die Scheibe an Austin Ortega, der gut störte und auf Marcel Noebels passte, der seinerseits die Nerven behielt und zum 1:0 für die Eisbären traf (13.).

Rankel sorgt für den Endstand

Es schien so, als brauchte es dieses eine Erfolgserlebnis, um den Frust vom Freitagabend endgültig aus den Gliedern zu schütteln. Die Eisbären erarbeiteten sich im Verlauf des ersten Drittels ein Übergewicht und nutzten in der 17. Minute eine der weiteren Chancen. Scheiterte Frank Hördler zunächst noch am Pfosten, behielten die Gastgeber die Scheibe in ihren Reihen. Auf einen Pass von Hördler folgte ein Schlenzer von Noebels in Richtung Tor, den Ortega entscheidend abfälschte.

Auch nach der Drittelpause gaben die Eisbären weiter den Ton an. Das war insbesondere wieder einmal an einem deutlichen Plus bei den Torschüssen zu sehen. Während die Eisbären aus allen Lagen auf das gegnerische Tor schossen, gab es für die Gäste nur wenig Einschussmöglichkeiten. Und besonders bitter ist es, wenn dann aus einem der wenigen Schüsse ein Konter resultiert und der von Lukas Reichel, nach Pass durch Maxim Lapierre, auch noch eiskalt zum 3:0 abgeschlossen wird (27.).

Die Eisbären waren auch danach das dominierende Team, brauchten allerdings bis zur 58. Minute bis André Rankel in Überzahl für den 4:0-Endstand sorgte. „Es war einer dieser Tage, an dem ich auf der Bank die Energie gespürt habe“, sagte Trainer Serge Aubin und zeigte sich mit der Antwort auf das 3:7 in Mannheim sehr zufrieden.