Berlin - Am Mittwochabend gab es in der MB-Arena gleich zu Beginn ordentlich Beifall. Leider nicht von den Rängen, dort herrscht immer noch schrecklich gähnende Leere. Aber nachdem Eisbären-Kapitän Frank Hördler zwei Spiele nach seiner 900. Partie im EHC-Trikot mit emotionalen Worten geehrt wurde, zollten die Kollegen dem Jubilar größten Respekt, in dem sie mit ihren Stöcken aufs Eis hämmerten. „Es ist ein Wahnsinn, was er geleistet hat“, lobte Nürnbergs Stürmer Patrick Reimer hinterher. „Für mich ist er einer der besten deutschen Verteidiger.“

PC Labrie gibt Comeback

Groß war zudem die Freude über die Rückkehr von PC Labrie. Wegen anhaltender Leistenbeschwerden konnte der EHC-Stürmer sechs Wochen lang nicht mitspielen. Aber nach der schlechten Nachricht, dass Leo Pföderl (Innenband) und Haakon Hänelt (Schulter) bis zum Saisonende fehlen, kam das Comeback Labries gerade recht.

Wie die Kollegen mühte er sich aber auch mehr als erwartet beim 4:3 gegen die Nürnberg Ice Tigers, die keine Chancen mehr haben, sich als Südteam für die K.-o.-Runde zu qualifizieren. Nachdem Timo Walther die Franken mit 3:1 in Führung gebracht hatte, drehte die Mannschaft von Serge Aubin aber noch mal auf. Ryan McKiernan hatte bereits im ersten Drittel zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen, nun startete Sebastian Streu die Aufholjagd, Lukas Reichel glich in der regulären Spielzeit aus. Matt White sorgte im Penaltyschießen schließlich für die Entscheidung.

Hördler zieht kritisches Fazit

Dennoch zog Hördler ein kritisches Fazit: „Im Großen und Ganzen war das kein gutes Spiel von uns. Alle Mannschaften haben eine harte Saison hinter sich, jetzt sind wir heiß auf die Play-offs.“ Am Freitag geht es aber zunächst noch zu Hause gegen die Adler Mannheim (19.30 Uhr, Magentasport).