Das 2:1 für die Eisbären fällt: Austin Ortega trifft.
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BerlinEinen Schönheitspreis hätte es für dieses Schlussdrittel nicht gegeben. Schnörkellos und mit dem nötigsten Aufwand brachten die Eisbären den 4:3-Sieg gegen Bremerhaven über die Runden. Im letzten Hauptrundenspiel gab es für Spieler und ihre Fans am Sonntagnachmittag aber noch einmal Grund zum Feiern. 

Ein Wiedersehen am ersten Play-off-Heimspieltermin stand bereits vor der Partie fest. Dass Jonas Müller nach einem Check gegen den Kopf im Spiel gegen Köln für zwei Spiele, und damit auch den Play-off-Auftakt gesperrt sein würde, war auch klar. Nur die Frage des Gegners musste am Sonntag noch geklärt werden. Und die Ansetzung wollte es, dass die Eisbären darauf sogar Einfluss nehmen konnten.

Play-off-Beginn am 17. März

Mit einem Sieg gegen Bremerhaven würde der Gegner Düsseldorf heißen, bei einer Berliner Niederlage und einem dementsprechenden Ergebnis der DEG in Nürnberg hätte aber auch der Konkurrent vom Sonntag der Viertelfinalgegner sein können. Den Eisbären aber schien es ziemlich egal zu sein, mit wem sie sich ab dem 17. März duellieren müssen.

Gut fünf Minuten waren gespielt, als Louis-Marc Aubry einen Schuss von Frank Hördler noch berührte und unhaltbar ins gegnerische Tor leitete. Die Torhymne war gerade verstummt,  da war die Partie schon wieder ausgeglichen. Die Bremerhavener, die von den drei vorherigen Saisonspielen schon zwei gewonnen hatten, glichen 32 Sekunden nach der Eisbären-Führung durch Carson McMillan aus. Es dauerte abermals lediglich 77 Sekunden, da waren die Gastgeber wieder vorn. Austin Ortega traf auf Vorlage von Mark Olver zum 2:1. Erst danach gab es mal wieder ein paar Minuten, um das zuvor Gesehene von den Zuschauern auf den Rängen zu verarbeiten und zu bewerten.

Leo Pföderl gelingt der Siegtreffer

Als wirklich besser dürften sie das Spiel der Eisbären nicht gesehen haben und das drückte sich in der 13. Minute auch auf dem Videowürfel der ausverkauften Arena am Ostbahnhof aus. Eric Mik war ein Fehler im Spielaufbau unterlaufen, welchen Mark Zengerle mit dem erneuten Ausgleich bestrafte.

Nach dem Seitenwechsel waren es die Gäste, die mal vorlegen durften. Gerade hatte Bremerhaven ein Unterzahlspiel ohne Gegentreffer überstanden, da lief der Konter, an dessen Ende Justin Feser zur 3:2-Führung für die Gäste traf (24.). Diesmal glichen die Eisbären aus: Einen langen Pass von Torwart Justin Pogge schnappte sich Mark Olver an der blauen Linie des gegnerischen Drittels, umkurvte kurz darauf das Tor und traf mit der Rückhand zum 3:3 (29.).

Als Leo Pföderl in der 30. Minute ganz trocken das 4:3 erzielte, war es wieder wahrscheinlich, dass es in den Play-offs gegen Düsseldorf gehen wird. Und da sich daran bis zum Ende nichts mehr ändern sollte, war auch egal, dass die Düsseldorfer in Nürnberg kurz vor dem Ende die drei Punkte aus der Hand gaben.