Der Stolz und die Freude waren unübersehbar. Die 20 bis 30 Kinder vom Eislaufverein Berchtesgaden hätten glücklicher kaum sein können, als Serge Aubin sie von der Umkleidekabine zu den Berliner Profis aufs Eis führte. Eine halbe Stunde lang ließen sich die Eisbären liebend gerne ausspielen. Und ihr Cheftrainer stand milde lächelnd daneben und genoss den Kontakt zu den Einheimischen, der bei einem Trainingslager sonst eher zu kurz kommt.

Dieses öffentliche Training in der bitterkalten Eishalle mit Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt offenbarte zugleich einen wesentlichen Charakterzug des neuen EHC-Bandenchefs. Aubin, 44 Jahre alt, genießt den Austausch mit Menschen. Häufig in den letzten Tagen sah man den Kanadier in intensive Gespräche mit seinen Spielern vertieft. Während der ehemalige Cheftrainer Uwe Krupp bei Ausflügen dieser Art stets den Eindruck vermittelte, erster Mann im Eisbären-Staate zu sein, die Interaktion mit Spielern aufs Nötigste reduzierte, gibt sich Aubin als Teamspieler. „Es ist auch für mich sehr wichtig, dass ich die Gelegenheit habe, mit allen zu sprechen. Ich möchte erfahren, wie sie als Person ticken“, sagt er.

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