Berlin - Nach zwei Heimniederlagen in der Deutschen Eishockey-Liga wollen die Eisbären Berlin am Freitagabend (19.30 Uhr, Magentasport) gegen die Kölner Haie in der Arena am Ostbahnhof zu alter Stärke zurückfinden. Für Trainer Serge Aubin ist entscheidend, dass sich seine Mannschaft auf ihre Qualitäten besinnt. „Wir müssen den Berliner Stil spielen – einfaches, hartes, effektives Eishockey“, sagte der Kanadier nach dem Training am Donnerstag. „Wir wissen, dass wir Tore schießen können. Aber es geht nicht darum, eine große Show abzuliefern, sondern vom Anfang bis zum Ende solide zu spielen.“

Vorbildlich fand der Trainer die konzentrierte Vorstellung beim 4:0 zuletzt in Schwenningen. „Wir haben sehr einfach gespielt, jeder Spieler wusste, was der andere tut“, lobte Aubin. Zudem habe sein Team in allen Situationen ein „klares Ziel“ verfolgt: „Wir wollten nicht einfach nur Tore schießen, sondern gewinnen“, betonte der Kanadier. „Das müssen wir nun konstanter über sechzig Minuten umsetzen.“

Für den Deutschen Meister geht es am Freitag vor bis zu 2500 Zuschauern, die im Rahmen der verschärften Corona-Bestimmungen in der Halle zugelassen sind, auch darum, den vierten Tabellenrang gegen die fünftplatzierten Kölner zu verteidigen. „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagte Marcel Noebels. „Es wird um jeden Zentimeter gehen.“ Der Eisbären-Angreifer ist mit Blick auf die bisherige Saison der Haie in jedem Fall gewarnt: „Köln hat in den letzten Wochen gezeigt, dass sie eine gute Mannschaft sind. Wenn man neun Spiele in Folge gewinnt, heißt das schon einiges“, so Noebels weiter, „wir haben es dieses Jahr achtmal hintereinander geschafft und wissen alle, wie schwer es ist, immer die vollen drei Punkte zu holen oder zumindest mit einem Sieg vom Eis zu gehen.“

Er erwarte in jedem Fall einen Gegner auf Augenhöhe und damit eine schwierige Aufgabe. Verzichten müssen die Hauptstädter weiterhin auf die verletzten Center Blaine Byron und Zach Boychuk. Der Einsatz von Frans Nielsen entscheidet sich kurzfristig: Der 37 Jahre alte Däne wartet weiterhin auf die bevorstehende Geburt seines dritten Kindes.