Reaktion auf Niederlage gegen Bietigheim: Eisbären schlagen Kölner Haie 7:3

Der deutsche Meister zeigt sich im Vergleich zum schwachen Auftritt vom Freitag am Sonntagnachmittag deutlich verbessert und gewinnt verdient.

Marcel Noebels erzielte in dieser Aktion beim 4:1 seinen zweiten Treffer beim Sieg der Eisbären Berlin bei den Kölner Haien.
Marcel Noebels erzielte in dieser Aktion beim 4:1 seinen zweiten Treffer beim Sieg der Eisbären Berlin bei den Kölner Haien.Imago/Maximilian Koch

Lautstarke Pfiffe der Fans, ein bedienter und völlig unzufriedener Trainer – die 2:4-Niederlage gegen Bietigheim hatte den leichten Aufwärtstrend auf ganz unsanfte Art und Weise gestoppt und für Verstimmung auf allen Ebenen gesorgt. Nur Leo Pföderl wollte sich die Laune bei seinem Comeback nicht verderben lassen. Der Stürmer der Eisbären Berlin bekam das breite Lächeln gar nicht mehr aus dem Gesicht, war ob der Niederlage zwar enttäuscht, aber froh, dass er seit Februar endlich mal wieder schmerzfrei hatte spielen können. Und wirkte mit Blick nach vorne positiv, sprach von einer Phase, in der es mal nicht so gut laufe und was im Sport durchaus mal vorkomme.

Offensichtlich hatte Pföderls gute Laune eine ansteckende Wirkung auf seine Mitspieler gehabt: Gut 40 Stunden nach der Niederlage gegen Bietigheim konnten die Eisbären am Sonntag in Köln gewinnen. Nach zuletzt durchwachsenen Leistungen gewann der deutsche Meister mit 7:3 (3:1, 2:0, 2:2) bei den Haien. Für Berlin erfolgreich waren Julian Melchiori, Matt White, Giovanni Fiore und jeweils zweimal Marcel Noebels sowie Alexandre Grenier.

Die Eisbären starteten in der Lanxess-Arena mit viel Druck in die Partie. In der siebten Minute erzielte Melchiori in Überzahl die Führung, knapp zwei Minuten später erhöhte Grenier auf 2:0. Doch auch die Hausherren zeigten einen engagierten Auftritt und trafen im Powerplay durch einen Treffer von Maximilian Kammerer in der 17. Minute zum Anschluss. Die Eisbären reagierten indes prompt, in der 19. Minute schob Noebels – erneut in Überzahl – zum 3:1 ein.

In den Folgeminuten waren die Special Teams weiter stark gefragt, das Tempo blieb hoch. Köln gab zwar zahlreiche Schüsse ab, die Tore machten allerdings die effizienteren Eisbären. In der 31. Minute traf abermals Noebels, bevor White die Führung in der 39. Minute auf 5:1 ausbaute.

Im letzten Drittel war Nicholas Bailen für die Gastgeber noch zweimal erfolgreich, bevor Grenier und Fiore mit zwei Treffern ins leere Tor in der Schlussphase Berlin letztlich den Sieg sicherten.