Jeff Zatkoff, Stephan Daschner von den Straubing Tigers und Marcel Noebels von den Eisbären Berlin.
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BerlinAufmunterung oder Durchhalteparole? Zwei Minuten vor dem Ende heizte die Hartmut-Nickel-Kurve die eigene Mannschaft noch einmal verbal auf, wollte letzten Einsatz sehen. Mehrfach hatten die Fans im Schlussdrittel den Torjubel auf den Lippen, doch direkt vor ihren Augen scheiterten die Eisbären Berlin ein ums andere Mal. Und dann waren sie knapp sechs Minuten vor dem Ende auch noch 1:2 in Rückstand geraten. Doch alle Unterstützung, alle Aufmunterung half nicht. Der Tabellenvierte unterlag dem Dritten.

Pföderl sorgt für Führung

Dabei schien der Formaufbau in Richtung Play-offs bei den Eisbären lange Zeit zu passen. Das Team von Trainer Serge Aubin zeigte sich im Duell mit den Straubingern aggressiv und über weite Strecken dominant. Gerade die Offensivreihe um James Sheppard, Marcel Noebels und Leo Pföderl ist seit Wochen in bestechender Form und stellte das erneut unter Beweis. War das Eisbären-Trio auf dem Eis, wurde es gefährlich. Und diese Offensivpower wurde bereits in der siebten Minuten belohnt. Am Ende einer Sequenz mit zahlreichen Torschüssen landete die Scheibe bei Leo Pföderl, der zur frühen Führung für die Gastgeber traf. Auch in der Folgezeit hatten die Berliner das Geschehen im Griff. Besonders deutlich machte das ein Unterzahl-Spiel, in dem die Straubinger nicht wirklich in eine aussichtsreiche Angriffsformation kamen. „Unser Plan ist gut aufgegangen“, sagte Ryan McKiernan in der Pause.

Und auch nach der Pause hatten die Eisbären die größeren Möglichkeiten. Wenn es in dieser Phase etwas zu kritisieren gab, war es die mangelnde Chancenverwertung. Mal landete der Puck nur am Pfosten, mal rutschte ein Spieler beim Schuss weg und mal hielt Straubings Torwart. So viel Chancenwucher wurde kurz vor Ende des zweiten Drittels bestraft. Vier Sekunden fehlten und die   Zeitstrafe von Constantin Braun wäre abgelaufen, aber so traf Straubing 20 Sekunden vor der nächsten Pause in Überzahl durch Chase Balisy. Trotz guter Chancen sollte es im Schlussdrittel noch schlimmer kommen: Antoine Laganiére traf   zum 2:1 für Straubing.