Berlin - Ich las Ingo Steuers Autobiografie, weil er und ich in den Jahren 1985 und 1986 Kollegen auf dem Eis waren und wir einen Teil unserer sportlichen Laufbahn gemeinsam verbrachten – bei Wettkämpfen, Lehrgängen, Trainingslagern und Schaulaufen. Ingo lief mit Manuela Landgraf beim SC Karl-Marx-Stadt und ich mit Tobias Schröter beim SC Dynamo Berlin. Beide Eiskunstlaufzentren konkurrierten miteinander. Nicht nur die Meisterklasse-Läufer wetteiferten um die besseren Platzierungen bei Meisterschaften, sondern schon die kleinen Mädchen und Jungen. Der Trainingsalltag war sehr hart, so dass sich selbst in der eigenen Trainingsgruppe selten Freundschaften entwickelten. Teamgeist gab es im DDR-Eiskunstlaufsport kaum, denn Eiskunstlaufen ist eine Einzelkämpfer-Sportart und nährt den Narzissmus der Athleten.

Hieb ins Gesicht der Dopingopfer

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