Berlin - Paralympics-Siegerin Elena Krawzow hat nach ihrer Schock-Diagnose Hirntumor wohl Glück im Unglück. „Mit guten Neuigkeiten“ meldete sich die Schwimmerin bei Instagram: „Der Tumor ist wohl gutartig, es besteht eine Aussicht zur kompletten Heilung. Ich bin erst mal froh über diese Nachricht, denn ich kann und werde leben.“

Bei der sehbehinderten Schwimmerin, die in Tokio Gold über die 100 Meter Brust gewonnen hatte, war nach Schwindelanfällen ein Tumor in der linken oberen Gehirnhälfte festgestellt worden. Dieser habe sich als „diffuses Astrozytom mit der WHO-Einstufung 2“ herausgestellt, berichtete Krawzow. Diffus bedeutet, dass es keine scharfe Abgrenzung zum umliegenden Hirngewebe gibt.

Tumoroperation am Mittwoch

Am Mittwoch stehe „die große Operation“ an: „Es wird nicht einfach, den ganzen Tumor zu entfernen, und es besteht die Möglichkeit, dass danach eine Bestrahlung und eine Chemotherapie notwendig werden.“ Hirnregionen, in denen die Zentren für Persönlichkeit oder Motivation liegen, könnten betroffen sein. „Ich hoffe, dass nach der Operation dieselbe Elena wieder erwacht wie jetzt, das ist mein größter Wunsch“, sagte die Berlinerin. Dessen sei sie sich aber ganz sicher.

Vor der Operation wird die 28-Jährige noch vor den Altar treten. „Am Montag wollen mein Freund Phillip und ich heiraten“, sagte Krawzow der Bild-Zeitung: „Er soll einfach alle Vollmachten haben, wenn doch etwas passiert.“ Sie müsse mit der Gefahr leben, dass der Tumor wiederkommen könne.