Insbesondere im Jugendbereich könnte es nun doch mehr Pflichtspiele für Berlins Fußballer geben als bislang gedacht. 
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BerlinDer Berliner Fußball Verband (BFV) und Oberligist Stern 1900 haben ihren Auslegungsstreit zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der Corona-Krise beigelegt. Das gemeinsame Ziel sei nun „die schnelle Prüfung von mehr Pflichtspielmöglichkeiten“, hieß es in einer Mitteilung am Freitag. Dazu wurde eine gemeinsame Vereinbarung erarbeitet. Der Verein hatte zuletzt gegen die Entscheidung des BFV, unterhalb der sechsten Liga eine Halbierung der aktuellen Saison vorzunehmen, schriftlich protestiert.

Bernd Fiedler, Vorstandsvorsitzender von Stern 1900, hatte kritisiert, dass der BFV die Klubs nicht in die Entscheidungsfindung, beispielsweise mit einem außerordentlichen Verbandstag, eingebunden habe. Nun könne doch noch ein anderes Vorgehen ermöglicht werden. Es soll unter anderem überprüft werden, „ob insbesondere im Jugendbereich in Staffeln von weniger als zehn Mannschaften grundsätzlich die Saison mit einer Hin- und Rückrunde gespielt wird“. In der kommenden Woche sollen alle Vereine vom BFV einen Fragebogen erhalten, auf dem sie ihre Prioritäten der Spielanzahl schildern können.

Anfang des Monats hatte der Verband mitgeteilt, dass die Berliner Fußball-Amateure ihre Meister und Absteiger der kommenden Saison in einer einfachen Spielrunde ermitteln. Das stieß bei vielen Klubs der Hauptstadt auf Kritik. Deswegen sollen „weitere Ausnahmen vom 10-Punkte-Plan des BFV für einzelne Spielklassen (z.B. Jugend- Verbandsligen (m/w), Herren-Landesligen, Frauen-Verbandsliga usw.) geprüft werden“, hieß es in der Vereinbarung. Die abschließende Entscheidung über die Ausnahmen trifft nach Einholung eines Votums der Vereine der BFV-Beirat.