Weniger spektakulär, dafür aber genauso erfolgreich: Auf den Sieg am Freitag gegen Brose Bamberg hat Alba Berlin am Sonntag den zweiten folgen lassen. Mit 97:85 setzten sich die Gastgeber durch und gehen mit einer 2:0-Führung in das dritte Duell der Viertelfinalserie am Donnerstag (19 Uhr) in Bamberg.

Bei aller Euphorie rund um den 114:89-Auftaktsieg stieg die Wahrscheinlichkeit, eine wichtige Information rund um die zweite Partie nicht mitzubekommen: den Ort des zweiten Aufeinandertreffens. Anders als gewohnt, war am Sonntag die Max-Schmeling-Halle der Austragungsort des zweiten Duells zwischen Berlin und Bamberg. 6171 Zuschauer aber hatten sich nicht irritieren lassen und den Weg in die frühere Alba-Heimstätte gefunden. Was sie dort zu sehen bekamen, erinnerte gerade im ersten Viertel an das, was Play-off-Serien ausmacht. Mit hoher Intensität und großem Einsatz, der auch schon mal über das Maß des Erlaubten hinaus ging. So häufig, wie das Schiedsrichter-Trio an diesem Abend in Richtung Kampfrichtertisch und dem dort aufgebauten Monitor gehen mussten, erlebt man sonst in mehreren Spielen.

Besonders auffällig dabei: das Duell zwischen Yovel Zoosman und Bambergs Akil Mitchell, die sich immer wieder behakten und beide ein unsportlichen Foul im ersten Viertel kassierten. Das schien sich auch auf das Tempo und die Treffsicherheit beider Teams auszuwirken. Alba Berlin erarbeitete sich in den ersten zehn Minuten einen Großteil der insgesamt 18 Punkte an der Freiwurflinie, Bamberg gelangen gerade einmal elf Zähler, allein zehn davon gingen auf das Konto von Chris Dowe, den elften erzielte Mitchell – natürlich per Freiwurf.

Als aber Alba Berlin im zweiten Viertel, genau wie bereits in Spiel eins, in Person von Malte Delow zwei Dreier erzielte, war der Vorsprung nicht nur auf 26:13 angewachsen, sondern schien das auch einer Initialzündung im Rest des Teams gleichzukommen. Plötzlich traf Maodo Lo seine ersten Dreier, war Jaleen Smith aus der Distanz erfolgreich und Alba auch ohne die verletzt fehlenden Luke Sikma und Ben Lammers auf einem guten Weg.

Doch Bamberg kämpfte sich nach dem Seitenwechsel ran, steckte selbst Mitchells vorzeitiges Aus nach dessen zweitem unsportlichen Foul weg. Wie schon am Freitag aber setze sich die Berliner Tiefe und Qualität im Kader durch.