Der Montag, der freie Tag in dieser Woche, gehörte seiner zweitgrößten, sportlichen Leidenschaft. Auf dem Golfplatz erholte sich Martin Hermannsson von den Strapazen der vorherigen Tage: Drei Spiele in fünf Tagen hatte der 25-Jährige mit Alba Berlin absolviert, alle drei gewonnen. „Golf gibt mir eine Pause vom Basketball, ich denke an nichts anderes, wenn ich auf dem Golfplatz stehe“, erzählt er mit einem Funkeln in den Augen. Schon seit einigen Jahren spielt er Golf. In seiner Heimat Island aber sind die Sommer für Golf leider nicht so lang. „Also musst du in ungefähr vier Wochen so viel spielen wie möglich“, sagt er und lacht.

Mit vielen Spielen hat Hermannsson offensichtlich keine Probleme. Nicht auf dem Golfplatz und erst recht nicht auf dem Basketballfeld. Am Erfolg in den bisherigen vier Saisonspielen mit Alba Berlin hat er maßgeblichen Anteil. An einem Gespräch mit Martin Hermannsson kommt man deshalb im Moment nicht vorbei. War der Isländer in seinem ersten Jahr bei Alba Berlin noch größtenteils als großartiger Punktelieferant aufgefallen, so schultert er zu Saisonbeginn den Ausfall der zwei potenziellen Point Guards Peyton Siva und Stefan Peno gemeinsam mit Jonas Mattisseck und überzeugt dabei mit einer offensichtlich neuen Qualität: Wettbewerbsübergreifend hat Hermannsson in den bisherigen vier Saisonspielen durchschnittlich 8,5 direkte Vorlagen für seine Teamkollegen verteilt und damit maßgeblichen Anteil daran, dass diese vier Spiele auch gewonnen wurden. Auch am Freitagabend (19.30 Uhr) im zweiten Euroleague-Spiel der Saison bei Anadolu Efes Istanbul möchte Hermannsson an seine bisherigen Leistungen anknüpfen.

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