Bern/Berlin - Fabian Lustenberger (31) ist schon dort, wo die Blau-Weißen hinwollen. Doch der ganz große Traum, die Teilnahme an der Champions League mit seinem neuen Klub Young Boys Bern, droht für den Ex-Herthaner kurz vor Schluss zu platzen. Im Play-off-Hinspiel gegen Roter Stern Belgrad kam der Schweizer Meister nur zu einem 2:2 (1:1).

Lustenberger ist Kapitän

„Schade“, war die spontane Reaktion von Lustenberger, der Hertha im Sommer nach 12(!) Jahren und 308 Pflichtspielen in Richtung seiner Heimat verlassen hat und bei den Bernern sofort mit der Kapitänsbinde ausgestattet wurde. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, nur die Tore haben gefehlt“, fasste Lusti das Spiel zusammen. „Blöd waren die Gegentore, aber wir haben gezeigt, dass wir auch mit einer jungen Mannschaft auf diesem Niveau bestehen können.“

Hoffnung macht dem Abwehrmann, „dass wir nach dem Rückstand noch einmal zurückgekommen sind. Wir gehen mit einem guten Gefühl nach Belgrad.“

Europa League sicher 

Belohnen konnte sich das Ex-Team von Herthas neuem Co-Trainer Harald Gämperle für den dominanten Auftritt gegen den serbischen Meister nicht. Auch, weil Ex-Bremer und Wandervogel Marko Marin mächtig aufdrehte. Überschattet wurde das Spiel von schweren Ausschreitungen. 

Noch ist der Traum nicht vorbei. Das Rückspiel findet kommende Woche Dienstag in Belgrad statt (21 Uhr). Lusti hat nach der Königsklassen-Hymne, die er in Berlin nie zu hören kam, blutgeleckt: „Dafür arbeiten wir, davon träumen wir. Hoffentlich hören wir sie noch viele Male Klappt die Qualifikation zur Gruppenphase im Rückspiel nicht, spielt Bern auf jeden Fall in der Europa League.