Flick über Füllkrug: Würde „Angriffsspiel variabler machen“

Bundestrainer Hansi Flick hat Werder Bremens Torjäger Niclas Füllkrug gelobt, will sich aber im Hinblick auf eine WM-Nominierung noch nicht festlegen.

Kann sich Hoffnungen auf die WM machen: Werder-Torjäger Niclas Füllkrug.
Kann sich Hoffnungen auf die WM machen: Werder-Torjäger Niclas Füllkrug.Carmen Jaspersen/dpa

Berlin-Bundestrainer Hansi Flick hat Werder Bremens Torjäger Niclas Füllkrug gelobt, will sich aber im Hinblick auf eine WM-Nominierung noch nicht festlegen.

„Wir sehen, dass Niclas Fähigkeiten besitzt, die unser Spiel bereichern können. Generell: Ein großer, athletischer Strafraumstürmer würde unser Angriffsspiel variabler machen“, sagte Flick dem Magazin „Stern“. Der 29-jährige Füllkrug, der noch kein Länderspiel bestritten hat, führt derzeit mit neun Toren die Bundesliga-Torjägerliste an.

Wenige Tage vor der Nominierung der 26 WM-Spieler am Donnerstag (12.00 Uhr) kommender Woche im DFB-Campus in Frankfurt hat Flick sich schon auf einen Großteil seines Aufgebots für die Endrunde in Katar festgelegt. „Zu 70 bis 75 Prozent. Es wird aber noch die eine oder andere Überraschung geben“, sagte der 57-Jährige in einem Interview der Zeitschrift „Die Zeit“. 

Bei seinen Überlegungen spielten auch charakterliche Eigenschaften der Spieler eine Rolle, räumte Flick ein. „Letzten Endes gilt immer: Beschütze das Team. Negative Energie brauche ich nicht. Wer dem Team positive Energie zuführt, der ist bei uns richtig“, sagte er.

Offen lässt Flick auch weiterhin eine Nominierung des Dortmunder Abwehrroutiniers Mats Hummels. „Es gibt eine klare Absprache mit ihm, wie wir verfahren in Bezug auf die WM. Aber das bleibt unter uns. Grundsätzlich stellt sich hier die Frage: Nehmen wir einen erfahrenen Spieler mit nach Katar? Oder denken wir an die Zukunft, nominieren einen jungen und geben ihm die Chance, sich auf höchstem Niveau zu beweisen?“, sagte der frühere Bayern-Coach über den Weltmeister von 2014.

Im Oktober musste Flick bereits eine Liste von bis zu 55 Spielern bei der FIFA einreichen. Veröffentlicht wurde diese nicht. Die jetzt anstehende Reduzierung fordert Flick besonders. „Der Prozess bis dahin ist mit viel Gedankenarbeit verbunden – und mit Gesprächen. Ich kann den einen oder anderen nicht mitnehmen, der es auch verdient hätte. Das tut weh, aber das ist am Ende mein Job, jemandem zu sagen, dass er nicht dabei ist“, sagte der Bundestrainer.

Mit Blick auf die Leaderrrolle in seinem Team nimmt Flick Ilkay Gündogan und Antonio Rüdiger in die Pflicht. „Manuel Neuer ist unser Kapitän, er wird auch bei der WM wieder ein Anführer sein. Ich wünsche mir, dass Ilkay Gündogan noch stärker in eine solche Rolle findet. Er ist Kapitän von Manchester City, einer Weltklasse-Mannschaft. Ilkay bringt alles mit, um auch bei uns ein absoluter Leader zu sein. Ebenso Antonio Rüdiger. Vor seinem Wechsel zu Real Madrid war er bei Chelsea der unumstrittene Anführer. Auch ihm traue ich eine noch größere Rolle im Nationalteam zu“, sagte der Coach.