Stellt sich mit einer gewissen Bitterkeit den Fragen der Journalisten: Sebastian Vettel.
Foto: dpa/Sutton

Berlin/Spielberg - Keine Mimik, nicht mal an den Augen sind Enttäuschung oder Entrüstung abzulesen. Nur leicht bewegt sich der Ferrari-rote Gesichtsschutz, als Sebastian Vettel vor dem Auftakt der neuen Formel-1-Saison mit seinem Noch-Arbeitgeber abrechnet. Er erzählt vor dem Großen Preis von Österreich sachlich, wie sehr ihn der Anruf von Teamchef Mattia Binotto überrascht und schockiert habe, den zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen: „Wir sind nie in Verhandlungen eingetreten, es lag kein Angebot auf dem Tisch.“ Vettel wurde vor vollendete Tatsachen gestellt. Der vierfache Weltmeister und letzte Deutsche im Fahrerfeld fühlt sich ausgemustert, abgeschoben, respektlos behandelt. Trotzdem muss der Heppenheimer noch eine ganze Saison mit der Scuderia verbringen. Kann einer noch dem anderen trauen?

Der verstoßene Vettel hat seinem Ärger Luft gemacht, und er wollte unbedingt richtigstellen, dass am kommunizierten gemeinsamen Einvernehmen wenig dran ist. Und damit den Seelenfrieden finden, den er für sein Tun so dringend braucht. Man hat sich offenbar so weit von einander entfernt, dass es nicht mal mehr zu einem Gespräch an einem Tisch reichte, vielleicht auch, weil mit dem 25 Jahre alten Spanier Carlos Sainz junior der Nachfolger schon längst verpflichtet war.

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