Berlin - Fußballfans des Zweitligisten 1. FC Union Berlin haben am Freitagabend bei einem Seniorenspiel gegen den BFC Dynamo für Ausschreitungen gesorgt. Laut Polizei wurden von den 25 bis 30 Angreifern ein BFC-Spieler und zwei Dynamo-Fans verletzt. Eine Minute vor Abpfiff der Partie in der Altersklasse 40 seien teilweise vermummte Männer auf den Platz an der Hämmerlingstraße gestürmt. Sie griffen Spieler und Zuschauer der Gastmannschaft an.

Dass es sich bei den Angreifern um Union-Fans handelte, stellte Union-Sprecher Christian Arbeit nicht in Abrede. In der nahen Fankneipe des 1. FC Union fand am gleichen Abend eine Veranstaltung statt, an der auch viele Ultras des Vereins teilnahmen. Mutmaßlich kamen die Täter aus diesem Kreis. Als die Polizei eintraf, waren die Randalierer nicht mehr auf dem Platz. Die Beamten erstatteten Anzeige wegen Landfriedensbruchs.

Das Punktspiel, das der BFC mit 3:1 gewann, wurde nach rund 15- bis 20-minütiger Unterbrechung fortgesetzt. Eine Minute der regulären Spielzeit habe noch gefehlt. Union und BFC sind seit Jahrzehnten verfeindet. Kürzlich hatte es beim Regionalligaspiel zwischen dem 1. FC Union II und BFC Dynamo (0:1) eine von Union-Fans verursachte Spielunterbrechung und Auseinandersetzungen beider Fangruppen mit der Polizei gegeben. (dpa)