Füchse gehen mit Rückenwind in WM-Pause

Die Füchse blicken auf eine starke erste Saisonhälfte zurück und gehen zum ersten Mal als Tabellenführer in die WM-Pause. Ein Routinier ist derweil auf dem W...

ARCHIV - Spielbälle liegen im Netz eines Handball-Tors.
ARCHIV - Spielbälle liegen im Netz eines Handball-Tors.Uwe Anspach/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) –-Die Füchse Berlin haben nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Hälfte der Handball-Bundesliga ein durchweg positives Fazit gezogen. „Was die Mannschaft geleistet hat und wie sie auch immer wieder mit Verletzungen und Rückschlägen klarkam und welche Qualität sie gezeigt hat, das ist was, was mich schon stolz macht“, sagte Vorstand Sport Stefan Kretzschmar. Denn zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gehen die Berliner nach dem 28:22-Heimsieg am Dienstagabend gegen den SC DHfK Leipzig als Tabellenführer in die Weltmeisterschaftspause.

Die Füchse sind in dieser Saison ein Titelkandidat. „Natürlich muss man drüber reden, wenn man zur Halbzeit oben steht. Aber es ist alles supereng“, sagte Kapitän Paul Drux. Und auch Routinier Lindberg sieht gute Chancen. „Wenn wir das Niveau der ersten Hälfte halten können, dann sind wir natürlich auch im Rennen um die Meisterschaft“, sagte er. 

Kretzschmar sieht als Hauptgrund für diese Entwicklung die Reife seines Teams. „Die Mannschaft ist mehr zusammengewachsen. Sie ist eine bessere Mannschaft geworden mit einem tolleren Teamgefüge. Und das Dritte ist, dass wir Stresssituationen besser gewachsen sind. Und besser damit umgehen, wenn es mal brenzlig wird“, sagte er.

Nun werden aber die Berliner in der Rückrunde die Gejagten sein. Für Kretzschmar ein Lob. „Das muss man sich ja erarbeiten, das ist ja eine komfortable Situation. Denn dann haben wir eine Menge richtig gemacht“, sagte die Handball-Ikone. Der 49-Jährige sieht sein Team aber weiter im Lernprozess. „Ich sehe da unseren Weg noch lange nicht beendet“, sagte er.

Mann des Abends gegen Leipzig und einer der Garanten der Berliner Erfolgsgeschichte war einmal mehr Lindberg, der zehn Toren markierte. Damit rückte der 41-jährige Däne in der ewigen Torschützenliste der Bundesliga mit 2877 Toren auf Platz zwei vor. „Natürlich verfolge ich das mit. Da gibt es auch genug Leute, die mich darauf ansprechen. Aber das geht natürlich nicht vor. Das Wichtigste ist, dass wir als Team gewinnen“, sagte der Däne. Zur alleinigen Spitze fehlen ihm jetzt nur noch 29 Tore.

Jetzt verteilt sich das Team aber erst einmal in alle Richtungen, der Großteil zur Weltmeisterschaft (11.-29. Januar in Polen und Schweden) oder zu anderen Länderspielen. Bis zum 12. Januar hat der Rest frei. „Die Pause kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Einige sind angeschlagen oder echt fertig“, sagte Trainer Jaron Siewert. Drux, der für Deutschland bei der WM im Einsatz sein wird, bedauert war zwar die Unterbrechung, freut sich aber auch über die Abwechslung. „Wenn man gerade so im Flow ist und es eigentlich ganz gut läuft, würde man gerne weiterspielen. Nichtsdestotrotz tut einem so ein Tapetenwechsel auch ganz gut“, sagte er.