Füchse nach Chrintz-Aus und erster Liga-Niederlage geschockt

Die Füchse Berlin müssen einen doppelten Schock in der jungen Spielzeit verarbeiten. Neben der unerwarteten 27:32-Niederlage beim bis dahin noch punktlosen T...

ARCHIV - Ein Handball liegt auf einem Tor.
ARCHIV - Ein Handball liegt auf einem Tor.Frank Molter/dpa/Symbolbild

Berlin-Die Füchse Berlin müssen einen doppelten Schock in der jungen Spielzeit verarbeiten. Neben der unerwarteten 27:32-Niederlage beim bis dahin noch punktlosen Tabellenschlusslicht Minden in der Handball-Bundesliga sorgt das Saison-Aus für Valter Chrintz nach seiner Verletzung am Sonntag für weitere tiefe Sorgenfalten. „Das ist ein schwerer Schlag für uns, aber natürlich auch für Valter Chrintz persönlich", sagte Geschäftsführer Bob Hanning nach der am Montag erfolgten Diagnose. Demnach hat sich der schwedische Nationalspieler einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie einen Meniskusschaden im rechten Knie zugezogen und wird voraussichtlich kein Spiel mehr in dieser Saison bestreiten können, wie die Füchse am Nachmittag mitteilten.

Dabei reichte schon allein die Niederlage an sich für Unverständnis beim Tabellenführer. „Das war schon ein herber Rückschlag für uns. Dieses Fehlerfestival, was wir heute gemacht haben, das darf nicht passieren“, sagte Vorstand Sport Stefan Kretzschmar. Hinzu kam die schwere Verletzung des Rechtsaußen zu Beginn der zweiten Halbzeit. „Das ist ein schwerer Verlust, das tut weh“, fand Trainer Jaron Siewert. Für Kretzschmar war zu sehen, „dass die Spieler damit mental beschäftigt waren“.

Als Begründung für die erste Liga-Niederlage wollten die Füchse die schwere Verletzung des 22-Jährigen aber nicht gelten lassen, auch wenn Siewert meinte, dass sein Team daraufhin „irgendwo den Kopf verloren“ habe. Doch schon in den Minuten zuvor war die Fehlerquote zu hoch. „Wir haben so viele eklatante Fehler gemacht, haben den möglichen Sieg Anfang der zweiten Halbzeit einfach weggeworfen“, kritisierte Kretzschmar.

Und hintenraus brachen die Füchse förmlich ein. „Dass wir dann so viele technische Fehler machen, dass wir in der Abwehr kaum noch Zugriff haben, das darf uns in dieser Art und Weise nicht passieren“, sagte Siewert. Auch wenn seine Spieler nach der Belastung der letzten Wochen und den Ausfällen „am Anschlag“, waren, wie der Füchse-Coach meinte. Zeit zur Erholung bleibt aber erneut kaum. Schon am Donnerstag geht es daheim gegen den TSV Hannover-Burgdorf (19.05/Sky) weiter. Für Chrintz wird laut Hanning Moritz Ende aus dem Leistungszentrum in den Kader berufen, anschließend werde man „die Entwicklungen dann in Ruhe analysieren.“