Job erledigt: Fabian Wiede (l.) und Paul Drux.
Foto: Camera 4/imago images

BerlinAls Fabian Wiede knapp drei Minuten vor dem Abpfiff dem leeren Tor entgegenlief, war eigentlich alles klar. Sein Treffer zum 27:23 war eine Pflichtaufgabe auf dem Weg zum 27:24 (12:11) gegen den Bergischen HC in der heimischen Max-Schmeling-Halle.

So einfach war es allerdings nicht das ganze Spiel über. Es dauerte, bis die Füchse in die Partie fanden. Fünf Minuten und vierunddreißig Sekunden standen auf der Uhr, bis die 7353 Zuschauer das erste Mal für ihre Mannschaft jubeln konnten. Dann war es Paul Drux, der sich durch die Abwehr tankte und zum 1:1 verwandelte. Doch es blieb zäh. Wie erwartet, zeichnete sich das Bundesliga-Duell hauptsächlich zwischen den beiden Abwehrreihen ab und da konnte sich zunächst keine Mannschaft absetzen.

Siebenmeter und Unterbrechungen

Das lag unter anderem daran, dass der Spielfluss wiederholt durch Zwei-Minuten-Strafen und Strafwürfe unterbrochen wurde. Bis zur Pause wurde Mijajlo Marsenic zweimal von den Schiedsrichtern auf die Bank gebeten, gegen die Füchse standen vier Siebenmeter zu Buche. Drei Gelbe Karten gab es obendrauf. Die letzte davon für Fabian Wiede, der sich in der 29. Minute nicht ganz so freundlich mit den Unparteiischen austauschte.

Spätestens jetzt hatten die Referees die Fans gegen sich aufgebracht. Das ohrenbetäubende Pfeifkonzert erfüllte seinen Zweck: Die Bergischen leisteten sich einen Fehler, Außen Tim Matthes fing den Ball ab und dann war es Wiede, der den Gegenstoß mit der Halbzeit-Sirene versenkte und seine Mannschaft damit in Führung brachte.

"Zu viele Fehler"

Daran knüpften die Hausherren in den zweiten 30 Minuten an. Erst war es Rechtsaußen Hans Lindberg, der, von Wiede in Szene gesetzt, traf, dann legte Drux ein Triple hin. Doch wieder kamen die Gäste heran, wieder machte es das Team von Velimir Petkovic spannend. „Wir haben uns ein paar Fehler zu viel erlaubt und zu viel nicht reingemacht“, analysierte Wiede diese Phase, war nach dem Sieg aber dennoch zufrieden.