Berlin - Die Füchse Berlin haben mit dem Arbeitssieg in der Handball-Bundesliga die Finalniederlage in der EHF-European League verarbeitet. „Da bin ich stolz drauf, denn nach so einem Wochenende ist das nicht selbstverständlich“, sagte Kapitän Paul Drux nach dem 30:24-Heimsieg am Donnerstagabend gegen den TBV Lemgo Lippe, „wir hatten alle noch müde Beine, und das Spiel gegen Magdeburg war auch noch nicht aus allen Köpfen raus“, ergänzte er.

Chancen auf Europa gewahrt

Der Erfolg war vom Ergebnis aber deutlicher, als es das Spiel wirklich war. Dennoch wahrten damit die Berliner ihre Chance auf einen Europapokalplatz in der Handball-Bundesliga. Momentan sind die Füchse noch Tabellensechster. Aber „wenn wir Platz fünf oder Platz vier als Zielsetzung nehmen, dann haben wir auch noch die Chance, was zu erreichen“, kündigte Drux an.

Überraschend war am Donnerstagabend allerdings, dass trotz des wichtigen Spiels mit Manager Bob Hanning (weilte bei der A-Jugend), Sportvorstand Stefan Kretzschmar oder Präsident Frank Steffel nicht alle Füchse-Macher in der Max-Schmeling-Halle weilten.

Eine offene Rechnung gegen Erlangen

Schon am Sonntag gibt es für die Funktionäre im Heimspiel gegen den HC Erlangen (16.00 Uhr/Sky) aber die nächste Chance dazu. „Da haben wir noch eine Rechnung offen“, sagte Drux in Anspielung auf die überraschende 27:30-Niederlage im Hinspiel. Die Füchse sind der Favorit, aber Drux warnt: „Das sind genau die Spiele, wo man schnell mal stolpern kann.“

Zur Regeneration bleibt zudem kaum Zeit. Schon gegen Lemgo hatten einige Spieler zu kämpfen. „Man hat gesehen, dass wir eine hohe Belastung in den letzten Wochen hatten. Einige waren schnell am Pumpen. Die Jungs sind schon am Anschlag“, sagte Trainer Jaron Siewert. Die Füchse haben bis Ende Juni noch acht Spiele zu absolvieren. „Jeder muss auf die Zähne beißen. Irgendwelche Spiele, die leicht von der Hand gehen, gibt es bei keinem“, so der Füchse-Coach.