Matchwinner Dejan Milosavljev.
imago-images/Hartmut Boesener

MagdeburgGut zwanzig Minuten waren gespielt, als die Begegnung zwischen dem SC Magdeburg und den Füchsen Berlin die versprochene Derby-Brisanz mehr als deutlich auf dem Feld widerspiegelte. Fabian Wiede bekam nach einer Abwehraktion gegen den Magdeburger Spielmacher Marko Besjak glatt die rote Karte gezeigt – eine harte Entscheidung. Dafür revanchierten sich die Schiedsrichter 64 Sekunden später auf der anderen Seite. Wieder traf der Platzverweis die Nummer drei. Dieses Mal handelte es sich um Abwehrspezialist Piotr Chrapkowski, der des Feldes verwiesen wurde nachdem er Paul Drux im Wurf in den Arm gegriffen und unsanft zu Boden befördert hatte.

Die Ausgeglichenheit des Strafmaßes spiegelte ebenfalls das Spielgeschehen wider. Mit dem besseren Ende für die Füchse. Die Hauptstädter besiegten Magdeburg nach hartem Kampf mit 29:27 (14:14).

Es waren nicht die einzigen Nettigkeiten die an diesem Abend auf dem Parkett ausgetauscht wurden. Schon nach knapp fünf Minuten ertönte ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert als Mijajlo Marsenic die erste gelbe Kasse kassierte, zwei Minuten später traf es Jakov Gojun. Letzterer wurde bis zur Halbzeit noch ein weiteres Mal verwarnt und stand somit gleichermaßen kurz davor, ebenfalls Rot zu erhalten.

Matchwinner Milosavljev

Was mit den Spielern begann, hörte bei den Trainern nicht auf. Nach einer guten Viertelstunde beschwerte sich Velimir Petkovic über die Diskutierfreudigkeit seines Gegenübers Bennet Wiegert, beide tauschten deutliche Worte aus, beide wurden mit Gelb bestraft.

Es war fast so als ob der Verzweiflung Luft gemacht werden musste, dass kein Team das sich vorgenommenen Spielkonzept durchsetzen konnte. Das lag seitens der Füchse auch daran, das man sich zu viele Fehlpässe erlaubte und den Hausherren dadurch wiederholt die Möglichkeit zum Tempogegenstoß gab.

Erst zehn Minuten vor Abpfiff gelang es den Jungs von Velimir Petkovic, sich einen zwei Tore Vorsprung zu erarbeiten – und dieser sollte sich bis zum Abpfiff halten. Ursache dafür war nicht zuletzt die überzeugende Vorstellung von Torwart Dejan Milosavljev. Mit seinen zwanzig Paraden war der letztlich der Siegesgarant.