Berlin - Die Erleichterung war hörbar. Als Marian Michalczik über den 24:22-Sieg der Füchse Berlin in Nimes sprechen durfte, tat er das mal wieder mit guter Laune. Auch wenn nach vier sieglosen Spielen in Folge erneut noch Mängel im Offensivspiel festzustellen waren, habe die Moral gestimmt. 

Die Hoffnung auf die Champions League ist im Prinzip zerplatzt

Genau die hatte in der Bundesliga innerhalb durch drei Niederlagen gegen Erlangen, Flensburg und die Rhein-Neckar Löwen erheblich gelitten, die Hoffnung auf die Champions League ist im Prinzip zerplatzt. Nicht nur deshalb war es „ein Schritt in die richtige und gute Richtung“, fasste der deutsche Nationalspieler die Bedeutung dieses Erfolgs auf europäischer Bühne treffend zusammen.

Denn: Das Talent der Mannschaft bezweifelte auch nach den deutlichen Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Flensburg und Mannheim niemand. Auf diesem Niveau geben über die volle Spieldauer meist Konstanz und Erfahrung den Ausschlag. Zwei wichtige Attribute, die der jungen Berliner Mannschaft noch fehlen und am Sonntag in Kiel (13.30 Uhr) einer erneuten Prüfung unterzogen werden.

Füchse müssen positives Gefühl nach Kiel mitnehmen

Damit sich an der Gruselbilanz von null Punkten in Kiel etwas ändert, dürfen sich die Füchse bei Rekordmeister THW  keinen 1:7-Fehlstart wie zuletzt gegen die Löwen leisten. Wichtig wird es aus Sicht von Sportvorstand Stefan Kretzschmar sein, wie viel Selbstvertrauen die Mannschaft mitnehmen kann. Wenn man Marian Michalczik so über den Sieg am Mittwochabend reden hörte, klang das schon wieder ganz gut. Jetzt ist es an ihm und der Mannschaft, dieses positive Gefühl mitzunehmen.

Daran dürfte auch die Nachricht vom Freitagnachmittag, in der den Füchsen mitgeteilt wurde, dass sie in der European League 0:4 Punkte hinnehmen müssen, nichts ändern. Aufgrund der weiter geltenden Quarantäne-Bestimmungen konnten die Füchse nicht nach Portugal und in die Slowakei reisen und mussten die Auswärtsspiele bei Sporting Lissabon sowie in Presov absagen. Da diese Partien weiter nicht nachgeholt werden können, wurden sie jetzt gegen die Berliner gewertet. Um nicht auch das Heimspiel gegen Lissabon mit zwei Minuspunkten gewertet zu bekommen, haben es die Füchse am 2. März in das polnische Plock verlegt. Ein Punkt reicht den Berlinern dabei zum Gruppensieg.