Für Paul Drux ist es eine Herzensangelegenheit, seinem Klub zu helfen.
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BerlinDer Sportbetrieb steht still, Einnahmen fallen aus – es wird eng für viele Vereine. Gleiches trifft für die Füchse Berlin zu. Um die wirtschaftlichen Einbußen während der Corona-Pandemie zu minimieren, verzichten die Profi-Handballer nun auf ihr Gehalt.

Schon am Freitag hatte die Spielergewerkschaft GOAL mitgeteilt, dass es eine Einigung mit der Handball-Bundesliga gegeben habe. GOAL-Vorstand Johannes Bitter bekräftigte: „Wir sitzen alle in einem Boot. Es ist klar, dass auch wir Spieler unseren Teil leisten wollen.“ Der Nationaltorhüter appellierte an seine Kollegen, offen und fair mit ihren Arbeitgebern zu verhandeln. Nachdem in Klubs wie dem SC DHfK Leipzig, Frisch auf Göppingen, TVB Stuttgart und den Rhein-Neckar-Löwen bereits erste Abmachungen über Gehaltsverzichte getroffen werden konnten, zogen die Berliner am Montag nach.

Füchse hoffen, dass ihnen die Sponsoren treu bleiben

„Es haben alle mitgemacht, um dem Verein in dieser Phase erstmal Luft zu verschaffen, um auch weiter handlungsfähig zu sein“, erklärte Rückraumspieler Paul Drux, „jeder weiß natürlich, dass die Füchse für mich viel mehr als nur ein Arbeitgeber sind. Hier bin ich groß geworden.“ Doch nicht nur das Eigengewächs steht für den Hauptstadtklub ein, selbst die „Spieler, die erst seit kurzer Zeit bei uns sind oder deren Verträge nur bis zum Ende der Saison laufen, haben sich solidarisch zum Verein bekannt,“ freut sich Geschäftsführer Bob Hanning. Die Personalkosten stellen eine der größten Etatpositionen dar. Entsprechend wurde hier erste Ansatzpunkte gesucht und ferner bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit beantragt.

Darüber hinaus hoffen Hanning und Co., dass im Falle eines Saisonabbruchs bereits eingenommene Ticketgelder nicht zurückverlangt und Sponsoren in weiter unterstützend tätig werden, damit die Füchse die Krise überstehen.