Schwere Aufgabe im Europapokal für die Füchse und ihren Kapitän Paul Drux.
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BerlinDie Füchse Berlin treffen in der zweiten Qualifikationsrunde zur European League auf den ungarischen Vertreter HEDO-B. Braun Gyöngyös. Das ergab die Auslosung am Dienstag in Wien. „Das ist ein Hammerlos. Aber wir haben so gleich die Möglichkeit, einen der Mitfavoriten aus dem Wettbewerb zu werfen“, sagte Manager Bob Hanning. Der Füchse-Boss schätzt den Gegner als Nummer zwei in Ungarn ein – hinter dem Topteam Veszprem.

Für Hanning wird es auch interessant werden, „wie wir in Ungarn reinkommen und dann wieder rauskommen“. Denn aktuell lässt Ungarn wegen der Corona-Situation keine Ausländer ins Land. „Eine echte Herausforderung in einfachen Zeiten“, sagte Hanning ironisch.

Die erste Partie wird zunächst in Ungarn steigen. Hin- und Rückspiel werden voraussichtlich am 22. und 29. September stattfinden. Der Sieger dieses Duells qualifiziert sich für die Gruppenphase. Die European League hat ihren Namen in dieser Saison neu erhalten. Früher war es der EHF-Cup, den die Füchse 2015 und 2018 bereits zweimal gewinnen konnten.

In der vergangenen Saison musste der Wettbewerb wegen der Corona-Krise in der Gruppenphase abgebrochen werden. Das Final-Four-Turnier sollte eigentlich in der Berliner Max-Schmeling-Halle stattfinden. Als sechstplatziertes Team hatten sich die Füchse sportlich eigentlich nicht für die European League qualifiziert. Doch die Berliner erhielten von der European Handball Federation (EHF) eine Wildcard zur Teilnahme.

Durch die Corona-Krise hält Hanning in der kommenden Saison eine Veränderung der Machtverhältnisse in der Bundesliga für möglich. Die MT Melsungen habe weiter aufgestockt und werde wohl auf Dauer einer der Profiteure der Krise sein, prophezeite der Geschäftsführer der Füchse Berlin in einem Interview des Tagesspiegel und ergänzte: „Kiel ist wahrscheinlich kein Profiteur der Krise, ihnen wird das Geld aus den Zuschauereinnahmen sehr fehlen. Es wird also zu einer Verschiebung in der Liga kommen können.“ Die Füchse wollen dabei den Anschluss an die Top-Clubs schaffen.