Erfolgreicher Torschütze: Paul Drux trifft achtmal gegen Balingen-Weilstetten.
City-Press

BerlinPaul Drux war nach Abpfiff selbst etwas überrascht. Acht Tore, so viele Treffer hat der 24-Jährige in einer Partie schon lange nicht mehr erzielen können. Bei dem Bundesliga-Auftakt der Füchse in diesem Jahr spürte man bei dem deutschen Nationalspieler nichts von möglichen Europameisterschafts-Nachwirkungen. Gegen die HBW Balingen-Weilstetten war seine Leistung ein Grund für den deutlichen 33:27(17:14)-Erfolg.

„Paul Drux und Johan Koch waren mit einer unglaublichen Effektivität unterwegs und haben das Spiel getragen“, erklärte der neue Sportvorstand Stefan Kretzschmar. „Dass Hans Lindberg nebenbei wieder über zehn Tore macht, fällt manch einem da garnicht mehr auf.“

Geschlossene Mannschaftsleistung

Auffiel auf jeden Fall, dass die Füchse am frühen Sonntagabend vor 8.314 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle vor allem durch eine geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugten. Anders als noch bei der 30:31-Hinspiel-Schlappe demonstrierten die Schützlinge von Trainer Velimir Petkovic, dass nicht nur die Abwehrleistung in Berlin wieder stimmt, sondern gleichermaßen der Angriff zu einer bestechenden Leistungsfähigkeit in der Lage ist.

Dabei standen die Zeichen für einen derartigen Auftritt vor dem Anpfiff nicht sonderlich gut. Neben den ohnehin schon verletzten Dejan Milosavljev, Fabian Wiede, Mattias Zachrisson und Simon Ernst meldete sich vor dem Spiel zusätzlich Mijajlo Marsenic mit Knieproblemen ab. Umso wichtiger war es, dass seine Vertretung am Kreis, Johan Koch, von Minute eins überzeugte. Der 29-Jährige traf nach einer gespielten Viertelstunde bereits viermal, wurde von Drux mehrfach gut in Szene gesetzt, erkämpfte vier Siebenmeter und hielt auch in der Abwehr stand.

"Eine gute Wurfquote"

Bereits nach zwanzig Minuten war abzusehen, dass die Füchse sich in diesem Heimspiel die Punkte nicht nehmen lassen würden. „Wir haben ein gutes Spiel mit viel Tempo gezeigt. Mit einer guten Wurfquote haben wir uns das Leben leicht gemacht“, sagte Drux, der nach Abpfiff über den Sieg ebenso erfreut war, wie über den bevorstehenden freien Tag für die Regeneration.