Wir haben diese Zeilen hier – siehe oben – der Rubrik Fußball zugeordnet, weil wir davon ausgegangen sind, dass es sich bei der gerade in Schweden beginnenden EM nur um eine Sportveranstaltung handelt.

Und um einen Sport, der, auch wenn Frauen gegen den Ball treten, nun mal Fußball heißt. Doch so einfach ist es auch diesmal wieder nicht – danke dafür, liebes ZDF!

Der Sender, der mit dem Zweiten besser sieht, scheint auf dem Ersten Probleme zu haben. Anders lässt sich jedenfalls dieser Spot nicht erklären, mit dem das ZDF für die – huch, Aufschrei? – „Frauen-EM“ wirbt. Zu sehen ist darin, ja, doch, eine Frau in einem sehr sauberen Trikot, die einen sehr schmutzigen Fußball per Volleyschuss in eine Waschmaschine kickt.

Die Klappe fällt zu, sie stellt das Programm ein, Leder, 40 Grad Celsius, und dann, wahrscheinlich weil sie nichts Besseres zu tun hat, wartet sie die Beine übereinander geschlagen und Däumchen drehend, auf dass ihr Ball wieder sauber wird.

So stellen sich vielleicht die alten ZDF-Männer vom Lerchenberg die moderne Frau vor: Spielt Fußball und hat trotzdem noch die Zeit, hinterher zu waschen. (Aus haushaltspolitischen Gründen wird hier nur in Klammern darauf verwiesen, dass Fußbälle seit Jahrzehnten aus Plastik hergestellt werden)

#html0

So stellen sich das aber die wenigsten hierzulande vor. Wenn Männer über – noch ein Aufschrei? – Frauenfußball reden und wenn sie den Fußball der Frauen – besser so, Frau Wizorek? – sogar schauen wollen, dann bitte ohne schlechtes Gewissen und Genderdebatten.

#html1

Darf man Frauen-EM oder Frauenfußball sagen, oder nicht? Und was ist mit Frauennationalmannschaft? Aufschrei? Och, nö ...