Berlin/London - Wenn die deutsche Mannschaft sich am Dienstag gegen 15.45 Uhr Ortszeit dem Wembley-Stadion mit seinem 133 Meter hohen Bogen nähert, dürften einige Herzen höherschlagen. Vor allem die Herzen derjenigen Spieler, die die berühmte Arena noch nicht von innen kennen. Den Jüngsten im DFB-Kader betrifft das nicht. Jamal Musiala, im Februar 18 geworden, hat die legendäre Spielstätte schon vor sieben Jahren erobert, wie in einem kurzen Video zu sehen ist. Dabei ist ein schmächtiger Bubi im Einlagespiel des League-II-Play-off-Finales zu beobachten, der sich beim 7:1-Sieg der Corpus Christi Primary School gegen die Hamilton Primary School wie eine Schlange um die Kontrahenten windet und vier Tore schießt.

Musialas Mutter ist Deutsche mit polnischen Wurzeln, sein Vater stammt aus Nigeria. Geboren ist er in Stuttgart, aufgewachsen größtenteils in England, nachdem seine Mutter in Southampton ein Stipendium bekommen hatte. Inzwischen spielt das fein geschliffene Juwel beim FC Bayern. Und für Deutschland. Keiner im Land, der bei einem Turnier zum Einsatz kam, war je jünger als er. Für Joachim Löw hat sich die Mühe gelohnt, das Toptalent in einem langen persönlichen Gespräch zu gewinnen. Ohne Musiala wäre das DFB-Team bei dieser EM wohl gar nicht mehr dabei. Sein fließendes Bewegungsmuster erinnert an das des großen Zinédine Zidane.

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