London -  Noch neun Minuten waren in Wembley regulär zu spielen, als Thomas Müller allein auf den englischen Torwart Jordan Pickford zurannte. Deutschland lag 0:1 zurück im EM-Achtelfinale gegen England. Müller, der alte Hase, brauchte den Ball nur links in die Ecke zu schieben. Es stand alles offen für einen so abgezockten Profi wie den Münchner. Es war eine dieser besonderen Situationen, die ein Spieler noch als Großvater vor dem geistigen Auge haben und sich fragen wird, warum er vorbeigeschossen hat. Müllers Schuss sauste links vom Tor gegen die Werbebande. Fünf Minuten später machte England das 2:0. Und dann war bald Schluss und Deutschland ausgeschieden. „In solchen Spielen ist es wichtig, dass man die wenigen Chancen, die man hat, auch nutzt“, sagte Joachim Löw nach seinem letzten Spiel als Bundestrainer. „Normalerweise macht er daraus ein Tor.“

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