London - Nach dem größten englischen Fußball-Abend seit 55 Jahren sah man viele Helden der Vergangenheit in den Straßen des Londoner Stadtteils Wembley, wie sie sich ihren Weg zur Tube, dem nächsten Kiosk oder einem der zahlreichen Fast-Food-Etablissements bahnten. Man sah Beckham, man sah Gerrard, man sah Rooney, man sah natürlich ziemlich oft Gascoigne. Die Namen auf den Trikots der Fans erinnerten daran, wie viele herausragende Spieler England produziert hat in den vergangenen Jahrzehnten – Weltstars, sogenannte goldene Generationen, angebliche Heilsbringer.

Niemand der genannten hat allerdings vollbracht, was der aktuellen englischen Auswahl gelungen ist – nämlich zum ersten Mal seit dem Weltmeistertitel 1966 das Finale eines großen Turniers zu erreichen. Die Mannschaften um David Beckham, Steven Gerrard, Wayne Rooney und Paul Gascoigne sind immer gescheitert, manchmal glorreich, oft peinlich, immer traumatisch. Den Fluch des englischen Versagens gebrochen zu haben mit dem Einzug ins EM-Endspiel am Sonntag gegen Italien – das können sich nach dem 2:1 nach Verlängerung im Halbfinale gegen Dänemark Profis wie Jordan Pickford, Harry Maguire, Raheem Sterling und Harry Kane in den Lebenslauf schreiben.

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