London - So ging es also zu Ende. Es regnete immer noch leicht in London, rund zwei Stunden nach dem EM-Finale, rund zwei Stunden nach dem entscheidenden Fehlschuss von Bukayo Saka, der Italien zum Europameister gemacht und Englands Traum vom ersten Titel seit dem WM-Sieg 1966 zertrümmert hatte, auf die brutalste Weise, die der Fußball kennt – im Elfmeterschießen. 

Am Piccadilly Circus, dem berühmten Platz in der Londoner Innenstadt mit der Eros-Statue und der blinkenden Leuchtreklame, feierten die Italiener. Sie sangen ihre beiden Nationalhymnen, die offizielle, „Il Canto degli Italiani“, und die inoffizielle: „Seven Nation Army“ von den White Stripes. Ein paar Engländer beobachteten die Szenerie, die Polizei hatte sich dazwischen aufgebaut, um Auseinandersetzungen zu verhindern zwischen Siegern und Besiegten. Der Boden sah aus, als wäre ein Wolkenbruch aus Bierdosen, zerbrochenen Flaschen und sonstigem Party-Müll über London niedergegangen.

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